---
schemaVersion: "1.0"
id: "weekly:de:2026-10-09-wickeddesk-weekly-017-openai-wer-bezahlt-den-ki-ausbau-d89959e0"
type: "weekly"
language: "de"
publishedAt: "2026-10-09T15:06:22.898Z"
updatedAt: "2026-10-09T15:06:22.898Z"
canonicalUrl: "https://wickeddesk.com/de/weekly/2026-10-09-wickeddesk-weekly-017-openai-wer-bezahlt-den-ki-ausbau-d89959e0"
markdownUrl: "https://wickeddesk.com/de/weekly/2026-10-09-wickeddesk-weekly-017-openai-wer-bezahlt-den-ki-ausbau-d89959e0.md"
---

# OpenAI: Wer bezahlt den KI Ausbau?

Eine neue Umsatzberechnung bei OpenAI stellt die Finanzierung des KI Ausbaus zur Diskussion. Dazu: Öl, Gas, Zinsen, Quartalszahlen und unsere Aktienbeobachtungen für die kommende Woche.

**Themen:** Marktrotation, Relative Stärke, Momentum Swing Trading, Wochenvorbereitung

## Wer bezahlt die neuen Rechenzentren?

Letzte Woche ging es um Microns Rekordquartal. Diese Woche kommt die andere Seite dieses Geschäfts hinzu: Wer bezahlt die Rechenleistung, für die so viel gebaut wird? Die neue Berichterstattung über OpenAIs Umsatz macht diese Frage dringlicher.

Ich würde daraus weder das Ende der KI Nachfrage noch einen sicheren nächsten Kurseinbruch ableiten. Aber Lieferanten können sehr gute Zahlen melden, während ihre Kunden noch große Verluste finanzieren müssen. Diese Abhängigkeit gehört genauso in die Bewertung wie die Nachfrage nach Chips.

Gleichzeitig verteuern Öl und hohe Zinsen den Ausbau. Das betrifft nicht nur Technologieunternehmen. In den nächsten Quartalsberichten interessieren deshalb neben dem Umsatz auch Finanzierung, Kosten und die Frage, wie viel Geld nach den Investitionen übrig bleibt.

## Technologie verliert. Kleine Aktien bleiben anfällig.

Am Donnerstag fällt QQQ um 1,34 Prozent, SPY um 0,42 Prozent. DIA legt leicht zu und IWM verändert sich kaum. Über die bisherigen vier Handelstage bleibt SPY +0,6% über dem vorherigen Freitag. QQQ liegt -0,3% darunter, IWM -1,4%.

IWM schließt bei 277,57 Dollar, sein SMA 200 liegt bei 276,94 Dollar. Dieser geringe Abstand lässt wenig Spielraum für weitere Verluste. QQQ hält den 10 Tage Durchschnitt dagegen nur knapp.

Alle Schlusskurse und Tagescharts enden am Donnerstag, 8. Oktober. Der Freitagshandel ist noch nicht abgeschlossen. Heutige Nachrichten sind davon getrennt eingeordnet.

| Symbol | Am Donnerstag | Seit 2. Oktober | Schluss Donnerstag |
| --- | --- | --- | --- |
| SPY | -0,4% | +0,6% | 773,93 USD |
| QQQ | -1,3% | -0,3% | 747,58 USD |
| DIA | +0,1% | +0,1% | 511,65 USD |
| IWM | -0,05% | -1,4% | 277,57 USD |

## QQQ gibt den Wochengewinn ab

QQQ schließt bei 747,58 Dollar. Der 10 Tage Durchschnitt liegt bei 747,15 Dollar, der 50 Tage Durchschnitt bei 723,17 Dollar. Am Donnerstag reicht die Gegenbewegung nach dem tieferen Handelsstart nicht aus: Der Schluss liegt auch unter dem Eröffnungskurs. Das Volumen erreicht 1,45 mal den Durchschnitt der vorherigen 50 Handelstage.

Für nächste Woche möchte ich sehen, ob Käufer den jüngsten Rücksetzer auffangen. Ein einzelner höherer Handelsstart reicht dafür nicht. Interessanter wäre, wenn Verluste zurückgeholt werden und mehr Aktien mitziehen. Die rote Linie im Atlas Chart ist der SMA 200.

## 50 statt 70 Milliarden: Die Berechnungsbasis zählt

Die Financial Times berichtet von knapp 50 Milliarden Dollar annualisiertem Umsatz bei OpenAI. Die zuvor genannte Zahl von 70 Milliarden bezog Partnerumsätze anders ein. Daraus folgt noch kein verfehltes Jahresziel. Annualisiert heißt, dass eine aktuelle Umsatzgeschwindigkeit auf zwölf Monate hochgerechnet wird. Es ist kein bereits verdienter Jahresumsatz.

Die Differenz bedeutet nicht, dass 20 Milliarden Dollar tatsächlich verschwunden sind. Für Anleger ist wichtiger: Welche Einnahmen bleiben bei OpenAI, welche Verpflichtungen stehen ihnen gegenüber und auf welcher Basis wurden Ausbaupläne finanziert?

OpenAI ist nicht börsennotiert. Die Verbindung läuft über Lieferanten und Finanzierer. Ein niedrigerer Vergleichswert allein beweist weder Zahlungsunfähigkeit noch, dass die Nachfrage nach KI verschwindet.

## Der Donnerstagsschluss zeigt den Verkauf

NVIDIA, Oracle, CoreWeave, AMD und Microsoft schließen am Donnerstag tiefer. Die Tabelle enthält jetzt vollständige Schlusskurse statt der gestrigen laufenden Notierungen. Besonders stark verlieren Oracle und CoreWeave.

Gleichzeitig fallen die US Anleiherenditen. Der Verkauf lässt sich deshalb nicht einfach mit einem höheren Marktzins erklären. Die OpenAI Berichterstattung passt zeitlich dazu, belegt aber nicht ihren Anteil an jedem einzelnen Kursverlust. Für nächste Woche bleibt die Frage, ob Käufer zurückkehren oder Erholungen erneut verkauft werden.

| Aktie | Schluss Donnerstag | Gegenüber Mittwoch |
| --- | --- | --- |
| NVDA | 230,48 USD | -2,9% |
| ORCL | 135,69 USD | -5,5% |
| CRWV | 81,58 USD | -7,8% |
| AMD | 620,68 USD | -3,9% |
| MSFT | 522,61 USD | -1,3% |

## NVIDIA und Oracle übernehmen mehr als Lieferaufträge

Die Verbindung zur Börse ist konkret. NVIDIA beschreibt in seinem Quartalsbericht Garantien von bis zu 105 Milliarden Dollar für ein SB Energy Projekt zugunsten eines OpenAI verbundenen Kunden. Sie werden phasenweise wirksam, zuerst voraussichtlich im Geschäftsjahr 2029, und können bei bestimmten Ausfällen Zahlungen auslösen. Das ist keine heute fällige Rechnung. Es zeigt aber, dass ein Lieferant auch Finanzierungsrisiken übernimmt.

Oracle meldete im September 664 Milliarden Dollar vertraglich zugesagte, noch nicht als Umsatz erfasste Leistungen. Gleichzeitig war der freie Cashflow im Quartal mit 5 Milliarden Dollar negativ. Dieser Auftragsbestand stammt nicht vollständig von OpenAI. Dennoch bleibt die praktische Herausforderung dieselbe: Die Kapazität muss gebaut werden, bevor sie Geld verdient.

Meine Einordnung: Sollte das bezahlte Geschäft hinter den Ausbauplänen zurückbleiben, könnten Projekte später starten oder kleiner ausfallen. Das würde Betreiber, Chiplieferanten und ihre Finanzierer unterschiedlich treffen. Es ist ein Risiko, keine feststehende Entwicklung. Starkes Kundenwachstum, bessere Auslastung und niedrigere Kosten je Anfrage könnten die Rechnung ebenso verbessern.

Eine Garantie ist nicht dasselbe wie eine bereits ausgezahlte Summe. Ein vertraglicher Auftragsbestand ist noch kein Kassenbestand. Wer die Beträge einfach addiert, bekommt keine brauchbare Aussage darüber, wie viel Geld heute fehlt. Für die nächsten Berichte würde ich vielmehr auf Zahlungseingänge, Investitionen und die Auslastung neuer Kapazitäten achten.

## TSMC wächst. Die Aktie fällt trotzdem.

TSMC meldet für September 511,86 Milliarden Taiwan Dollar Umsatz. Das sind 54,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber 0,6 Prozent weniger als im August. Von Januar bis September steigt der Umsatz um 41,1 Prozent. Die Meldung vom Donnerstag zeigt Nachfrage, sagt aber noch nichts über die Gewinnmarge des Quartals.

Die US Aktie TSM verliert am selben Tag 3,01 Prozent. Genau deshalb lohnt es sich, Geschäftsbericht und Kursreaktion getrennt anzusehen. Gute Geschäftszahlen garantieren keinen steigenden Kurs. Am 15. Oktober folgen TSMCs Quartalszahlen mit weiteren Angaben zu Gewinn und Ausblick.

Samsung schätzt seinen Q3 Umsatz vorläufig auf 195 Billionen Won und den operativen Gewinn auf 107,40 Billionen Won. Marvells Investorentag vom Dienstag ist dagegen ein Unternehmensausblick und kein Quartalsbericht.

| Datum | Ereignis | Ergebnis | Einordnung |
| --- | --- | --- | --- |
| 8. Oktober | TSMC Septemberumsatz | 511,86 Mrd. TWD | +54,6% zum Vorjahr, kein Quartalsgewinn |
| 8. Oktober | Samsung Q3 Vorabzahlen | 195 Billionen Won Umsatz | Operativer Gewinn 107,40 Billionen Won, vorläufig |
| 6. Oktober | Marvell Investorentag | Unternehmensausblick | Kein Quartalsbericht |

## Renditen fallen. Finanzierung bleibt teuer.

Am Donnerstag fallen die offiziellen US Renditen auf 4,75 Prozent bei zwei Jahren, 5,22 Prozent bei zehn Jahren und 5,60 Prozent bei dreißig Jahren. Gegenüber Mittwoch sinken damit alle drei Laufzeiten. Auch gegenüber dem vorherigen Freitag liegen sie niedriger.

Das ist eine Entlastung, kein Ende hoher Finanzierungskosten. Lange Bauprojekte brauchen Kapital über Jahre. Bestehende Festzinskredite werden nicht sofort teurer oder billiger. Entscheidend ist, wann ein Unternehmen neue Schulden aufnimmt oder alte refinanzieren muss.

TLT, der ETF für langfristige US Staatsanleihen, steigt am Donnerstag um 0,94 Prozent. Fallende Renditen helfen bestehenden Anleihen grundsätzlich beim Kurs. Wer lange Laufzeiten kauft, bleibt aber weiteren Zinsbewegungen ausgesetzt.

## Die Fed lässt eine weitere Erhöhung offen

Das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll gehört zur Septemberentscheidung der Fed. Die meisten Teilnehmer hielten eine weitere Zinserhöhung bis Jahresende für wahrscheinlich angemessen. Das ist keine neue Entscheidung und kein fest zugesagter Zinsschritt.

Der Hintergrund bleibt unangenehm: Der Dienstleistungssektor wächst, gleichzeitig steigen dort die Preisindikatoren. Der ISM Preisindex erreichte im September 74,0 Punkte. Das sind ausdrücklich nicht 74 Prozent Inflation.

Höhere Zinsen können Kredite verteuern und Investitionen bremsen. Zusätzlich werden weit in der Zukunft erwartete Gewinne bei höheren Diskontsätzen weniger wert. Teures Öl lässt sich dadurch aber nicht schneller liefern. Die Notenbanken können die Nachfrage beeinflussen, nicht beschädigte Infrastruktur reparieren.

| Datum | Vorher | Ereignis | Ergebnis | Einordnung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 5. Oktober | Preisindex 72,6 | ISM Dienstleistungen | PMI 54,9, Preisindex 74,0 | Wachstum und Preisdruck zugleich. Der Preisindex ist keine Inflationsrate. |
| 7. Oktober |  | Fed Protokoll | Weitere Erhöhung bis Jahresende für viele Teilnehmer angemessen | Septemberbesprechung, keine neue Zinsentscheidung. |
| 8. Oktober | 199.000, revidiert | Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe | 197.000 | Woche bis 3. Oktober. Kein vollständiger Beschäftigungsbericht. |

## Höhere Zinsen lösen Europas Energieproblem nicht

Der Einlagenzins der EZB liegt seit dem Septemberbeschluss bei 2,50 Prozent, nach einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Für neue Kredite hängt der tatsächliche Zinssatz zusätzlich von Laufzeit, Bank und Kreditrisiko ab. Höhere Finanzierungskosten können Bauvorhaben und Investitionen bremsen, während Unternehmen schon mehr für Energie bezahlen.

Das ist die Schwierigkeit: Weniger Nachfrage kann Preissteigerungen dämpfen. Sie schafft aber keine zusätzlichen Gaslieferungen. Wenn Energie gleichzeitig teurer wird und Kredite mehr kosten, können Firmen ihre Investitionen zurückstellen, obwohl neue Kapazitäten gebraucht werden. Wie stark das eintritt, muss sich erst in Aufträgen, Kreditvergabe und Investitionen zeigen.

Die Geldmenge M3 wuchs im August um 3,5 Prozent zum Vorjahr, nach 3,4 Prozent im Juli. Diese Zahlen liegen vor der Septembererhöhung. Sie belegen weder deren Erfolg noch ihr Scheitern. Eine langsamere Kreditvergabe kann die Schaffung von Bankeinlagen bremsen, bedeutet aber nicht automatisch, dass die gesamte Geldmenge sinkt.

## Iran Nachrichten bewegen den Ölpreis

Brent beendet den Donnerstag laut AP bei 104,28 Dollar je Barrel, nach einem Anstieg um 4,1 Prozent. Am frühen Freitag fällt der Preis wieder, nachdem Trump erklärt, vor den US Zwischenwahlen zunächst keine neuen Angriffe auf den Iran zu planen. Eine solche Ankündigung ist noch kein Ende der Lieferprobleme.

Die EIA erwartet für das vierte Quartal durchschnittlich 105 Dollar. Das sind 14 Dollar mehr als zuvor. Die US Destillatbestände liegen in der jüngsten Wochenstatistik 13,5 Prozent unter dem Vorjahr. Zusätzliche Ausfälle könnten deshalb Transport und Produktion besonders treffen. Eine konkrete deutsche Tankstellenprognose lässt sich daraus nicht ableiten.

XLE legt seit dem vorherigen Freitag +3,9% zu, USO +0,1%. XLE hält Energieaktien, USO bildet Ölterminkontrakte ab. Beide sind etwas anderes als der Brent Preis.

## Gasreserven unterscheiden sich deutlich

Die beim heutigen Abruf angezeigte GIE Übersicht für den 8. Oktober um 6 Uhr MESZ nennt 73,12 Prozent Speicherfüllung in der EU und 59,44 Prozent in Deutschland. Vorräte sind nur ein Teil der Winterversorgung. Temperatur, laufende Importe und Verbrauch bleiben ebenso wichtig.

In den USA steigen die Bestände in der Woche bis 2. Oktober von 3.415 auf 3.500 Milliarden Kubikfuß. Sie liegen 2,0 Prozent über dem Fünfjahresmittel. Der Bericht erschien am 8. Oktober.

Mehr Gas in den USA kann Europa helfen, wird aber nicht automatisch zu verfügbarer Versorgung. Verflüssigung, Schiffe und europäische Terminals begrenzen, wie viel tatsächlich ankommt und was es kostet.

## Umsatzwachstum allein reicht nicht

EPS ist der Gewinn je Aktie. Bei bereinigten Angaben rechnen Unternehmen bestimmte Sondereffekte heraus. Sie können helfen, das laufende Geschäft zu vergleichen, ersetzen aber nicht das vollständige Ergebnis nach den Rechnungslegungsvorschriften. Bei US Unternehmen steht dafür häufig GAAP.

PepsiCo steigerte den Quartalsumsatz um 5,6 Prozent auf 25,274 Milliarden Dollar. Trotzdem reduzierte der Konzern die Prognose für das jährliche Core EPS Wachstum auf 2,5 bis 3,5 Prozent. Umsatzwachstum allein beantwortet nicht, wie viel davon beim Gewinn ankommt.

Bei Levi Strauss stieg das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 0,48 Dollar. Darin stecken netto 0,11 Dollar durch Zollrückerstattungen. Der organische Umsatz wuchs um 5 Prozent. Für die nächste Bewertung würde ich das laufende Geschäft und diesen Sonderbeitrag getrennt betrachten.

Applied Digital meldete 322 Prozent Umsatzwachstum auf 341,9 Millionen Dollar. Dem standen 221 Millionen Dollar GAAP Verlust aus fortgeführten Aktivitäten für Stammaktionäre und 77,4 Millionen Dollar Zinsaufwand gegenüber. Das Beispiel passt zum KI Ausbau: Mehr Umsatz kann mit erheblichen Baukosten, Finanzierung und Verlusten zusammenfallen.

Alle drei Unternehmen zeigen unterschiedliche Probleme. Keine dieser Zahlen ersetzt einen passenden Chart oder einen vorher festgelegten Ausstieg.

Die erste vollständige Kursreaktion zeigt Unterschiede: PepsiCo gewinnt am Donnerstag 3,73 Prozent. Levi Strauss verliert 2,36 Prozent. Applied Digital öffnet 2,27 Prozent höher, beendet den Tag aber nur 0,17 Prozent über dem Vortag. Sein Volumen erreicht das 3,16 Fache des vorherigen 50 Tage Mittels. Das höhere Handelsvolumen ist kein Beleg für einen gelungenen Ausbruch.

| Datum | Ereignis | Ergebnis | Einordnung |
| --- | --- | --- | --- |
| 8. Oktober | PepsiCo Q3 | Umsatz 25,274 Mrd. USD, plus 5,6% | Core EPS 2,34 USD. Jahresprognose Core EPS Wachstum auf 2,5 bis 3,5% gesenkt. |
| 7. Oktober | Levi Strauss Q3 | Bereinigtes EPS 0,48 USD | Netto 0,11 USD stammen aus Zollrückerstattungen. Organischer Umsatz plus 5%. |
| 7. Oktober | Applied Digital Q1 | Umsatz 341,9 Mio. USD, plus 322% | GAAP Verlust aus fortgeführten Aktivitäten für Stammaktionäre 221 Mio. USD. |

## SpaceX will ins Mobilfunkgeschäft

SpaceX will mit Starlink ein eigener großer Mobilfunkanbieter in den USA werden. Am 8. Oktober vereinbarte das Unternehmen den Kauf des landesweiten 800 MHz Frequenzportfolios von Grain Management. Für diese Übernahme fehlen noch die Zustimmung der US Behörde FCC und weitere Abschlussbedingungen. Ein unterschriebener Kaufvertrag ist noch kein fertiges Netz.

Geplant ist eine Kombination aus Satelliten und Bodeninfrastruktur. Die niedrigen Frequenzen sollen besonders beim Empfang in Gebäuden helfen. Parallel meldet SpaceX eine FCC Genehmigung für 15.000 neue Mobilfunksatelliten. Diese Zahl beschreibt den erlaubten Ausbau, nicht bereits gestartete Satelliten. Aus den Ankündigungen folgt noch kein fertiger Verbrauchertarif mit Preis und verbindlichem US Starttermin.

Die bisherige Satellitenverbindung ergänzt Mobilfunknetze dort, wo Sendemasten fehlen. Starlink nennt T Mobile bereits als Partner. Für direkte Verbindungen mit heutigen LTE Smartphones braucht es freie Sicht zum Himmel. Das ist etwas anderes als der geplante Empfang innerhalb von Gebäuden.

Für Europa ist die Rolle bislang stärker die eines Partners. Die Deutsche Telekom kündigte im März einen Start mit Starlink ab 2028 in mehreren europäischen Landesgesellschaften an. Die Vereinbarung umfasst zehn Länder. Künftig kompatible Smartphones sollen bei fehlendem Mobilfunksignal auf Satelliten wechseln können. Das ist ein angekündigter Ausbau, kein schon überall verfügbarer Dienst.

Für Anleger würde ich deshalb zwei Fragen trennen: Wer bekommt einen neuen Konkurrenten, und wer kann durch die Zusammenarbeit Versorgungslücken günstiger schließen? Eigene Starlink Tarife könnten etablierte Anbieter unter Preisdruck setzen. Partnerschaften könnten ihnen dagegen zusätzliche Leistungen ermöglichen. Welche Wirkung überwiegt, hängt von Preisen, Netzqualität, Ausbaukosten und tatsächlicher Kundennachfrage ab. Eine Genehmigung allein beantwortet das nicht.

## Die Gruppe ersetzt nicht den einzelnen Chart

Das abgerufene WickedDesk Ranking führt weiter Cybersicherheit vor Genomik und künstlicher Intelligenz. Die Kennzahlen stammen aus dem gespeicherten Gruppensnapshot. Sie sind kein gesondert berechneter Schlussstand für die ganze Woche.

Unsere vollständigen Tagescharts zeigen die Unterschiede: OKTA gewinnt gegenüber dem vorherigen Freitag, CRWD und PANW verlieren. Bei Genomik legt MRNA zu, CDNA und NTRA geben nach. Ein guter Gruppenrang macht deshalb nicht automatisch jede Aktie interessant.

Für neue Kandidaten will ich mehrere liquide Aktien derselben Gruppe sehen, die ihre Rücksetzer begrenzen. Erst dann kommen der einzelne Chart, Volumen und ein sinnvoller Einstieg hinzu.

| Rang | Thema | Liquide Aktien | Monatsmomentum |
| --- | --- | --- | --- |
| 1 | Cybersicherheit | 12 | +21,1% |
| 2 | Genomik | 7 | +23,0% |
| 3 | Künstliche Intelligenz | 19 | +10,4% |

## Wir führen alle neun Beobachtungen weiter

Die Watchlist beginnt nicht jede Woche von vorn. Alle neun Aktien aus Ausgabe 016 bleiben in der Auswertung. TWLO und CDNA verlieren besonders deutlich gegenüber dem vorherigen Freitag. Sie verschwinden deshalb nicht aus dem Rückblick. Gerade bei ihnen müssen wir prüfen, ob die ursprüngliche Idee noch trägt.

Alle neun liegen am Donnerstag noch über dem SMA 200. Das ist unser erster Filter für Long Ideen, keine Bestätigung für einen Einstieg. MU und CRWD liegen inzwischen unter ihrem 10 Tage Durchschnitt. Das gehört ebenso zur Bewertung wie die ursprüngliche Stärke.

| Aktie | SMA 200 | Seit 2. Oktober | Schluss Donnerstag |
| --- | --- | --- | --- |
| MU | 697,92 USD | -3,6% | 1.035,84 USD |
| MRVL | 170,83 USD | +0,9% | 274,66 USD |
| MRNA | 71,68 USD | +3,7% | 197,00 USD |
| CRWD | 156,55 USD | -2,6% | 263,01 USD |
| OKTA | 114,71 USD | +4,1% | 220,21 USD |
| PANW | 254,78 USD | -1,2% | 398,50 USD |
| TWLO | 178,97 USD | -6,4% | 275,77 USD |
| CDNA | 29,66 USD | -7,4% | 62,21 USD |
| NTRA | 252,57 USD | -4,8% | 390,79 USD |

## Micron verliert die Erholung vom Mittwoch

MU schließt Donnerstag bei 1.035,84 Dollar und verliert am Tag 4,79 Prozent. Die Erholung vom Mittwoch hält nicht. Der Schluss liegt wieder unter dem 10 Tage Durchschnitt von 1.067,21 Dollar und unter der bisherigen Prüfmarke von 1.105,50 Dollar.

Ein Rekordquartal hat diese Zone noch nicht gesichert. Für die Fortsetzung möchte ich sehen, dass MU zunächst Käufer findet und die Marke zurückholt. Fällt die Aktie weiter unter die jüngsten Tiefs, spricht das gegen einen vorschnellen Einstieg. Die Prüfmarke bleibt unverändert. Sie ist kein Kursziel.

## Marvell: Erst verkauft, dann teilweise aufgeholt

MRVL verliert am Donnerstag 3,52 Prozent auf 274,66 Dollar. Vom Tagestief bei 265,79 Dollar erholt sich die Aktie, schließt aber unter dem Eröffnungskurs. Der 10 Tage Durchschnitt bei 269,93 Dollar bleibt darunter.

Die zwei vollständigen Handelstage nach dem Investorentag zeigen damit noch keine geradlinige Fortsetzung. Für nächste Woche beobachte ich, ob Rücksetzer aufgefangen werden oder die Aktie in die frühere Handelsspanne zurückfällt. Ein Unternehmensausblick ersetzt diese Prüfung nicht.

## Moderna hält sich trotz des Verkaufs bei Technologie

MRNA schließt bei 197,00 Dollar, +3,7% gegenüber dem vorherigen Freitag. Am Donnerstag reicht die Handelsspanne von 192,71 bis 199,92 Dollar. Sie ist kleiner als am Mittwoch, das Volumen bleibt mit 1,80 mal dem vorherigen 50 Tage Durchschnitt aber erhöht.

Das ist ein Schritt zu kleineren Schwankungen, noch keine abgeschlossene enge Basis. Ich möchte sehen, ob mehrere solche Tage folgen und Rücksetzer begrenzt bleiben. Die alte Prüfzone bei 172,94 Dollar bleibt bestehen. Ihre Entfernung zum Kurs zeigt auch, warum sie allein kein sinnvoller enger Stop für einen neuen Trade wäre.

## CrowdStrike fällt unter den kurzen Durchschnitt

CRWD schließt bei 263,01 Dollar, unter dem 10 Tage Durchschnitt von 265,50 Dollar. Der Anstieg während des Donnerstagshandels wird wieder abgegeben. Wer nur den starken Gruppenrang betrachtet, übersieht diese schwächere Reaktion.

Die bisherige Zone bei 248,51 Dollar bleibt ein tieferer Bezugspunkt. Für einen neuen Einstieg brauche ich eine neue begrenzte Struktur mit nachvollziehbarem Ausstieg. Die Gruppenzugehörigkeit und eine alte Zone allein reichen dafür nicht.

## Weitere ETF Abflüsse. Kryptoaktien bleiben schwach.

Aus amerikanischen Bitcoin Spot ETFs fließen am Donnerstag netto 244,1 Millionen Dollar ab. Zusammen mit Mittwoch sind es 729 Millionen. Von Montag bis Donnerstag beträgt der Nettoabfluss 700 Millionen Dollar. Die noch offenen Freitagsfelder zählen nicht als Nullzufluss.

COIN schließt bei 172,00 Dollar, unter seinem SMA 200 von 184,13 Dollar. HOOD und MSTR bleiben über ihren langfristigen Durchschnitten, verlieren aber ebenfalls gegenüber dem vorherigen Freitag.

ETF Nachfrage, Bitcoin Kurs und Kryptoaktien sind unterschiedliche Beobachtungen. Die Geschäftsmodelle, Finanzierung und Bewertungen der Aktien unterscheiden sich. Für unsere Long Vorbereitung fällt COIN durch den ersten Filter.

## Ein höherer Kurs reicht noch nicht

PepsiCo steigt nach den Zahlen, Applied Digital hält einen kleinen Tagesgewinn. Beide bleiben trotzdem unter ihrem SMA 200. Auch Levi Strauss erfüllt unseren ersten Long Filter nicht. Die erste Kursreaktion ist nun bekannt, aber sie macht diese Aktien noch nicht zu passenden Kandidaten.

GLD und SLV liegen ebenfalls unter ihren langfristigen Durchschnitten. Gold und Silber sind damit nicht automatisch ein Schutz vor jedem Börsenrisiko. Die Beobachtung betrifft die beiden ETFs, nicht die Spotpreise. Zinsen, Liquiditätsbedarf und Positionierung können zwischenzeitlich auch Edelmetalle belasten.

| Titel | SMA 200 | Einordnung | Schluss Donnerstag |
| --- | --- | --- | --- |
| COIN | 184,13 USD | Unter dem ersten Long Filter | 172,00 USD |
| APLD | 32,11 USD | Unter dem ersten Long Filter | 23,85 USD |
| PEP | 146,79 USD | Unter dem ersten Long Filter | 128,34 USD |
| LEVI | 21,73 USD | Unter dem ersten Long Filter | 19,05 USD |
| GLD | 415,77 USD | Unter dem ersten Long Filter | 378,62 USD |
| SLV | 65,81 USD | Unter dem ersten Long Filter | 53,45 USD |

## Nächste Woche: Banken, Inflation und TSMC

Am Montag handeln US Aktien regulär. Für US Anleihen empfiehlt SIFMA wegen des Feiertags dagegen eine Handelspause. Bewegungen bei Aktien und Renditen sind an diesem Tag deshalb unter unterschiedlichen Handelsbedingungen zu lesen.

Danach beginnt die nächste Runde der Quartalsberichte mit JPMorgan und Bank of America. Höhere Zinsen helfen Banken nicht automatisch, wenn Kreditnachfrage nachlässt oder Ausfälle steigen. US Verbraucherpreise am Mittwoch und Erzeugerpreise am Donnerstag zeigen, ob die Energiekosten bereits breiter ankommen.

TSMC berichtet am Donnerstag. Nach dem starken Septemberumsatz interessiert mich besonders, wie Gewinnmarge, Investitionen und Ausblick dazu passen. Gleichzeitig können neue Iran Meldungen den Ölpreis bewegen.

Bei den Aktien führen wir unsere Beobachtungen weiter. MU muss die bisherige Marke zurückholen, MRVL braucht Käufer nach dem Investorentag. Bei MRNA möchte ich mehrere begrenzte Handelstage sehen. Ein guter Bericht verlangt keinen Trade. Wenn Einstieg und Ausstieg nicht sinnvoll zusammenpassen, bleibt die Aktie eine Studie.

| Tag | Termin | Prüfung |
| --- | --- | --- |
| Montag, 12. Oktober | US Anleihefeiertag | NYSE normal geöffnet, SIFMA empfiehlt Anleihehandelspause |
| Dienstag, 13. Oktober | JPMorgan Quartalszahlen | Kreditnachfrage, Ausfälle und Zinsmarge |
| Mittwoch, 14. Oktober | Bank of America Quartalszahlen | Vergleich mit JPMorgan |
| Mittwoch, 14. Oktober, 14:30 MESZ | US Verbraucherpreise | Energie, Kernrate und Renditen |
| Donnerstag, 15. Oktober | TSMC Quartalszahlen | Gewinnmarge, Investitionen und Ausblick |
| Donnerstag, 15. Oktober, 14:30 MESZ | US Erzeugerpreise | Kosten vor dem Verkauf an Verbraucher |

## Quellen
- [home.treasury.gov](https://home.treasury.gov/resource-center/data-chart-center/interest-rates/TextView?field_tdr_date_value=2026&type=daily_treasury_yield_curve)
- [farside.co.uk](https://farside.co.uk/btc/)
- [pr.tsmc.com](https://pr.tsmc.com/english/news/3343)
- [investor.tsmc.com](https://investor.tsmc.com/english/financial-calendar)
- [apnews.com](https://apnews.com/article/6a096d714c874db13632794a32cebaa6)
- [apnews.com](https://apnews.com/article/5d0f953dbf96febb0690c1aef23fa8a9)
- [www.gie.eu](https://www.gie.eu/)
- [www.sifma.org](https://www.sifma.org/wp-content/uploads/2026/03/SIFMA-Capital-Markets-Outlook-2026.pdf)
- [www.nyse.com](https://www.nyse.com/trade/hours-calendars)
- [www.axios.com](https://www.axios.com/2026/10/08/openai-50-billion-arr-anthropic-revenue-accounting)
- [finance.yahoo.com](https://finance.yahoo.com/technology/ai/articles/openai-annualised-revenues-20bn-less-164234940.html)
- [www.ft.com](https://www.ft.com/content/b66a9858-f8fb-46cb-b506-44bfe26fca2a)
- [openai.com](https://openai.com/index/accelerating-the-next-phase-ai/)
- [www.sec.gov](https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1045810/000104581026000075/nvda-20260726.htm)
- [investor.oracle.com](https://investor.oracle.com/investor-news/news-details/2026/Oracle-Announces-Q1-Results-Driven-by-Triple-Digit-Growth-in-Cloud-Infrastructure-Revenues/default.aspx)
- [www.sec.gov](https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1341439/000119312526389274/orcl-20260831.htm)
- [www.eia.gov](https://www.eia.gov/outlooks/steo/archives/oct26.pdf)
- [www.eia.gov](https://www.eia.gov/petroleum/supply/weekly/pdf/table1.pdf)
- [ir.eia.gov](https://ir.eia.gov/ngs/ngs.html)
- [www.federalreserve.gov](https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/fomcminutes20260916.htm)
- [www.ecb.europa.eu](https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2026/html/ecb.mp260910~314e508016.en.html)
- [www.ecb.europa.eu](https://www.ecb.europa.eu/press/stats/md/html/ecb.md2608~406f8d243d.en.html)
- [www.ismworld.org](https://www.ismworld.org/supply-management-news-and-reports/reports/ism-pmi-reports/services/september/)
- [www.sec.gov](https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/77476/000007747626000050/q320268-kxexhibit991.htm)
- [investors.levistrauss.com](https://investors.levistrauss.com/news/financial-news/news-details/2026/Levi-Strauss--Co--Reports-Third-Quarter-Results/default.aspx)
- [ir.applieddigital.com](https://ir.applieddigital.com/news-events/press-releases/detail/163/applied-digital-reports-fiscal-first-quarter-2027-results)
- [www.dol.gov](https://www.dol.gov/ui/data.pdf)
- [www.bls.gov](https://www.bls.gov/schedule/2026/home.htm)
- [www.jpmorganchase.com](https://www.jpmorganchase.com/ir/news/2026/jpmc-to-host-third-quarter-2026-earnings-call)
- [investor.bankofamerica.com](https://investor.bankofamerica.com/)
- [news.samsung.com](https://news.samsung.com/be/samsung-electronics-announces-earnings-guidance-for-third-quarter-2026)
- [investor.marvell.com](https://investor.marvell.com/news-events/ir-calendar/detail/20261006-marvell-investor-day-2026)
- [www.spacex.com](https://www.spacex.com/updates)
- [www.prnewswire.com](https://www.prnewswire.com/news-releases/grain-management-announces-definitive-agreement-to-sell-nationwide-800-mhz-spectrum-portfolio-to-spacex-302902974.html)
- [starlink.com](https://starlink.com/business/mobile)
- [www.telekom.com](https://www.telekom.com/de/newsroom/aktuelles/medieninformationen/2026/03/telekom-und-starlink-schliessen-funkloecher-in-europa)
