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WickedDesk Weekly #013: Teure Energie, höhere Zinsen

Öl steigt über 100 Dollar, Energieaktien halten sich besser als der Gesamtmarkt. Gleichzeitig steigen die Anleiherenditen. Wir schauen auf die Zahlen von Oracle und Adobe, die Rücksetzer bei Bitcoin und unserer letzten Watchliste sowie die Fed Sitzung nächste Woche.

Ausgabe #01311.09.202612 Min. Lesezeit
WickedDesk Weekly #013: Teure Energie, höhere Zinsen
Das Wichtigste
  1. 01WTI und Brent schließen am Donnerstag über 100 Dollar je Barrel.
  2. 02Die Rendite zehnjähriger US Staatsanleihen steigt seit dem vorigen Freitag von 4,78 auf 4,95 Prozent.
  3. 03XLE gewinnt bis Donnerstag 1,36 Prozent, während SPY, QQQ und IWM nachgeben.
  4. 04Die EZB erhöht die Leitzinsen um 25 Basispunkte. Der neue Einlagezins gilt ab 16. September.
  5. 05SNOW fällt unter das Tief seines Berichtssprungs. COIN liegt wieder unter dem SMA 200.
  6. 06Nächste Woche stehen die Fed Entscheidung und die Quartalszahlen des Hausbauers Lennar an.
01Kurzfassung

Öl und Zinsen steigen

Letzte Woche haben wir uns Bitcoin und Aktien angeschaut, die nach ihren Quartalszahlen gestiegen waren. Inzwischen haben mehrere davon wieder nachgegeben. SNOW ist unter das Tief seines Berichtstags gefallen, COIN unter den SMA 200. DELL hält den damals beobachteten Kursbereich noch.

Diese Woche fällt vor allem Energie auf. Öl kostet wieder mehr als 100 Dollar, und viele Energieaktien halten sich besser als der Gesamtmarkt. Gleichzeitig steigen die Anleiherenditen. Das betrifft auch Unternehmen außerhalb der Branche, etwa wenn sie mehr für Treibstoff bezahlen oder Kredite erneuern müssen.

Die Kursvergleiche dieser Ausgabe reichen bis zum Donnerstagsschluss.

02Markt

Die Woche an der Börse

Vom Schluss am 4. September bis zum 10. September gewinnt der Energie ETF XLE +1,36%. SPY verliert 1,60 Prozent, QQQ 1,43 Prozent und IWM 2,81 Prozent. Die Grafik vergleicht die Kurse dieser ETFs.

Bei SPY und QQQ liegt der Schluss knapp unter dem Durchschnitt der letzten 50 Handelstage. IWM ist deutlicher darunter. Alle drei bleiben über ihrem SMA 200, dem Durchschnitt der letzten 200 Handelstage. Der Rückgang trifft kleinere Aktien damit stärker, während Energie sich bislang gegen die Verluste am Gesamtmarkt hält.

ETF Vergleich seit dem vorigen Freitag
ETF Vergleich seit dem vorigen Freitag
03Ereignisse

Die wichtigsten Meldungen

Am Donnerstag kamen die US Produzentenpreise und der Zinsbeschluss der EZB. Dazu stiegen die Ölpreise deutlich. Am Abend berichteten Oracle und Adobe über ihr jüngstes Quartal.

Die beiden Unternehmen veröffentlichten nach dem regulären US Handel. Ihre Donnerstagsschlusskurse wurden vor Bekanntgabe der Ergebnisse festgestellt.

  • Öl und Lieferwege
    Tag
    Donnerstag
    Einordnung
    WTI und Brent über 100 USD
  • Produzentenpreise und EZB
    Tag
    Donnerstag
    Einordnung
    Preisdruck und höhere Leitzinsen
  • Oracle und Adobe
    Tag
    Donnerstag nach Börsenschluss
    Einordnung
    Oracle: 19,3 Mrd. USD Umsatz; Adobe: 6,76 Mrd. USD
04Thema

Brent und WTI über 100 Dollar

WTI für Oktober schließt am Donnerstag bei 102,48 Dollar je Barrel, Brent für November bei 107,63 Dollar. Bei WTI sind das 6,70 Prozent mehr als am Vortag, bei Brent rund 6,3 Prozent. DTN beschreibt erneute Störungen der Lieferwege als Auslöser.

Ein Förderer kann von höheren Verkaufspreisen profitieren. Fluggesellschaften, Speditionen und Chemiebetriebe müssen dagegen möglicherweise mehr für Energie bezahlen. Wie stark das den Gewinn verändert, hängt auch davon ab, welche Preise sie abgesichert haben und wie viel sie an ihre Kunden weitergeben können. Bei einer Energieaktie lohnt sich deshalb der Blick darauf, womit das Unternehmen sein Geld verdient.

05Thema

Europäisches Gas: TTF bei 78,77 Euro

Beim europäischen TTF notiert der Oktoberkontrakt am Donnerstag um 08:29 Uhr MESZ bei 78,77 Euro je Megawattstunde. Das ist ein Morgenkurs, kein Schlusskurs. Gegenüber dem vorherigen Referenzwert liegt er zu diesem Zeitpunkt 0,66 Prozent niedriger.

TTF dient als Referenz für europäisches Gas. Hier spielen die Lieferwege nach Europa, verfügbare Ladungen mit Flüssiggas und die Speicher eine Rolle. Für US Gas ist Henry Hub die wichtigere Vergleichsgröße. Wenn du beide Preise nebeneinander anschaust, beachte die unterschiedlichen Einheiten: TTF wird hier in Euro je Megawattstunde angegeben, Henry Hub in Dollar je MMBtu.

06Thema

US Gas wird günstiger

Der Henry Hub Spotpreis fällt vom 4. bis zum 9. September von 2,92 auf 2,81 Dollar je MMBtu. Das ist der Preis für die kurzfristige physische Lieferung.

Die US Speicher enthalten in der Berichtswoche bis 4. September 3.254 Milliarden Kubikfuß Gas. Sie liegen 4,8 Prozent über dem Fünfjahresmittel, aber 2,4 Prozent unter dem Vorjahr. Der Wochenzufluss beträgt 40 Milliarden Kubikfuß.

Die Speicher sind damit besser gefüllt als im langjährigen Durchschnitt. Wer einen US Gasförderer beobachtet, sollte diese Versorgungslage und den US Preis berücksichtigen, statt allein vom europäischen Gasmarkt auszugehen.

07Thema

US Anleihen: Zehnjährige bei 4,95 Prozent

Die Rendite zehnjähriger US Staatsanleihen steigt seit dem 4. September von 4,78 auf 4,95 Prozent. Auch Anleihen mit zwei und dreißig Jahren Laufzeit werden höher verzinst. Die Grafik zeigt die Renditen vor und nach dem Anstieg. Rechts steht die Veränderung in Basispunkten: 100 Basispunkte entsprechen einem Prozentpunkt.

Wenn du bereits festverzinsliche Anleihen hältst, kann dieser Anstieg zunächst Kursverluste bedeuten. Neue Anleihen bieten höhere Zinsen, bestehende mit niedrigerer Verzinsung verlieren dadurch üblicherweise an Wert. Das spielt besonders dann eine Rolle, wenn du vor Fälligkeit verkaufen willst. Lange Laufzeiten reagieren häufig stärker auf Zinsänderungen.

US Treasury: Zwei, zehn und dreißig Jahre
US Treasury: Zwei, zehn und dreißig Jahre
08Thema

Die EZB erhöht den Einlagezins auf 2,50 Prozent

Die EZB beschließt am 10. September eine Anhebung ihrer drei Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. Der Einlagezins steigt damit von 2,25 auf 2,50 Prozent, wirksam ab dem 16. September. Für 2026 erwartet die EZB eine Inflation von 3,0 Prozent und ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent.

Für einen neuen Kredit oder eine Anschlussfinanzierung kann das höhere Zinsen bedeuten. Eine Firma muss mit ihrer Investition dann mehr verdienen, damit sie sich nach Finanzierungskosten lohnt. Auch ein Hauskauf kann schwerer finanzierbar werden. Bestehende Kredite mit festem Zinssatz werden dagegen nicht allein durch den EZB Beschluss teurer. Auf Tagesgeld und Festgeld können die Zinsen steigen. Wie viel davon bei dir ankommt, entscheidet die jeweilige Bank.

Wenn Haushalte weniger auf Kredit kaufen und Unternehmen Investitionen verschieben, sinkt die Nachfrage. Das kann den Preisdruck bremsen, belastet aber auch Aufträge und Wachstum. Diese Wirkung braucht Zeit. Höhere Zinsen schaffen zudem keine zusätzlichen Öl oder Gaslieferungen. Die EZB muss deshalb gegen Inflation vorgehen, während teure Energie die Wirtschaft bereits belastet.

Bei der Geldmenge führt der Weg vor allem über die Banken. Vergibt eine Bank einen Kredit und schreibt den Betrag auf dem Konto gut, entsteht neues Buchgeld. Bei der Tilgung verschwindet dieses Buchgeld wieder. Teurere Kredite können deshalb das Wachstum der Geldmenge bremsen. Ob sie tatsächlich schrumpft, hängt aber auch von neuen Krediten, Rückzahlungen und weiteren Geldbewegungen ab. Der höhere Leitzins allein beantwortet das nicht.

Im Juli wuchs die breit gefasste Geldmenge M3 im Euroraum um 3,4 Prozent zum Vorjahr. M3 umfasst Bargeld, Bankeinlagen und bestimmte kurzfristige Finanzinstrumente. Die bereinigten Kredite an Unternehmen außerhalb des Finanzsektors stiegen um 4,4 Prozent. Diese Zahlen beschreiben die Lage vor der Septemberentscheidung, nicht deren Wirkung.

Für meine Beobachtung von Aktien heißt das: Bei Unternehmen mit hohen Schulden schaue ich auf anstehende Refinanzierungen. Bei Bau und Konsum interessiert mich, ob die Nachfrage nachlässt. Ein Unternehmen mit soliden Geldzuflüssen und wenig Finanzierungsbedarf kann anders betroffen sein. Einen pauschalen Kursrückgang aller Aktien würde ich aus dem Zinsschritt nicht ableiten.

09Ereignisse

US Produzentenpreise steigen um 5,4 Prozent zum Vorjahr

Die US Produzentenpreise steigen im August um 0,4 Prozent zum Vormonat und um 5,4 Prozent zum Vorjahr. Ohne Lebensmittel, Energie und Handelsdienstleistungen beträgt der Monatsanstieg 0,3 Prozent.

Der Bericht erfasst Preise auf der Produzentenseite. Wie viel von diesem Anstieg bei Verbrauchern ankommt, hängt unter anderem davon ab, ob Unternehmen höhere Kosten weitergeben können. Die Verbraucherpreise werden separat erfasst.

Noch keine strukturierten Wochenereignisse hinterlegt.
10Gruppen

Energie auf Platz eins

Energie steht im Sektorranking von WickedDesk auf Platz eins, vor Gesundheit und Pharma. Der mittlere Kurszuwachs der Energieaktien über einen Monat beträgt 8,56 Prozent. 80,7 Prozent der 88 erfassten Titel liegen in diesem Zeitraum im Plus. Die Stärke verteilt sich also auf einen großen Teil der Gruppe.

Die Monatszahl ist der Median der erfassten Aktien. Sie ist weder die Rendite des XLE noch die Performance eines investierbaren Portfolios. Technologie kommt trotz des besseren Rangs im Monatsmedian noch nicht ins Plus.

  • Energie
    Rang
    1
    1 Monat
    +8,56%
    Aktien im Plus
    80,7%
    Erfasste Aktien
    88
  • Gesundheit & Pharma
    Rang
    2
    1 Monat
    +2,50%
    Aktien im Plus
    61,0%
    Erfasste Aktien
    213
  • Technologie
    Rang
    3
    1 Monat
    -0,20%
    Aktien im Plus
    48,6%
    Erfasste Aktien
    276
  • Finanzwerte
    Rang
    4
    1 Monat
    -1,42%
    Aktien im Plus
    37,5%
    Erfasste Aktien
    192
  • Kommunikation
    Rang
    5
    1 Monat
    -0,34%
    Aktien im Plus
    50,0%
    Erfasste Aktien
    42
  • Basiskonsum
    Rang
    6
    1 Monat
    -0,61%
    Aktien im Plus
    47,1%
    Erfasste Aktien
    70
11Gruppen

Technologie rückt auf Rang drei

Technologie rückt gegenüber der Vorwoche von Platz sechs auf drei. Energie steigt von zwei auf eins. Gesundheit gibt den ersten Platz ab, bleibt aber unter den führenden Sektoren.

Bei Technologie liegt der Monatsmedian trotzdem bei minus 0,20 Prozent. Der bessere Rang bedeutet hier, dass sich die Gruppe im Vergleich zu anderen verbessert hat. Für einen eigenen Kursgewinn hat es im betrachteten Monat noch nicht gereicht.

Rangbewegung gegenüber der Vorwoche
Rangbewegung gegenüber der Vorwoche
12Gruppen

CLMT und PBF nahe am Jahreshoch

CLMT gewinnt im Wochenvergleich 6,23 Prozent, PBF 3,69 Prozent. Beide stehen nahe ihren Jahreshöchstständen und fallen deshalb bei der Suche nach starken Energieaktien auf.

Für die Einordnung ihrer Geschäfte lohnt sich ein Blick auf die Raffineriemargen. Raffinerien kaufen Rohöl ein und verkaufen die daraus gewonnenen Produkte. Der Abstand zwischen diesen Preisen, der sogenannte Crack Spread, gibt einen Hinweis auf die Marge vor weiteren Kosten. Ein höherer Rohölpreis allein sagt daher wenig über ihren Gewinn.

Die US Raffinerieauslastung liegt in der Berichtswoche bis 4. September bei 97,8 Prozent. Die kommerziellen Rohölbestände sinken um 0,4 Millionen Barrel auf 424,1 Millionen.

13Ereignisse

Die Quartalszahlen von Oracle und Adobe

Oracle meldet 19,3 Milliarden Dollar Quartalsumsatz, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Infrastruktur Cloud wächst um 121 Prozent auf 7,4 Milliarden. Gleichzeitig ist der freie Cashflow mit rund minus 5,4 Milliarden Dollar negativ. Neben dem schnellen Wachstum bleibt damit der Kapitalbedarf interessant.

Adobe steigert den Quartalsumsatz um 13 Prozent auf 6,76 Milliarden Dollar. Zusätzlich nennt das Unternehmen einen wiederkehrenden Jahresumsatz, kurz ARR, von 27,50 Milliarden. Diese auf ein Jahr bezogene Kennzahl wird getrennt vom tatsächlich erzielten Quartalsumsatz ausgewiesen.

Noch keine strukturierten Wochenereignisse hinterlegt.
14Thema

Bitcoin gibt einen Teil des Anstiegs ab

Bitcoin schließt den Donnerstag bei 76.568,13 Dollar. Gegenüber dem Schluss der Vorwoche sind das -3,90%. Ether gibt im selben Vergleich 0,77 Prozent ab. Der Vergleich verwendet für beide die abgeschlossenen Tageskerzen bis 10. September in UTC.

Bitcoin liegt weiterhin über seinem 50 und 200 Tage Durchschnitt. Coinbase hat sich schwächer entwickelt: COIN liegt wieder unter dem SMA 200. Wer neben Bitcoin auch Krypto Aktien beobachtet, bekommt hier also zwei unterschiedliche Chartbilder. Auf COIN gehen wir unten noch einmal genauer ein.

  • Bitcoin
    SMA 200
    69.962,40 USD
    Seit 4. September
    -3,90%
    Schluss 10. September
    76.568,13 USD
  • Ether
    SMA 200
    2.049,03 USD
    Seit 4. September
    -0,77%
    Schluss 10. September
    2.437,10 USD
15Kandidaten

Auf der Watchliste: CLMT, PBF und DELL

CLMT, PBF und DELL erfüllen unsere Auswahlbedingungen. Zuerst muss der Kurs über dem SMA 200 liegen. Dazu kommen RS mindestens 90, mindestens 20 Prozent Anstieg über 63 Handelstage, ADR ab 3 Prozent und durchschnittlich mindestens 15 Millionen Dollar Handelsvolumen. Der Abstand zum höchsten Kurs der letzten 252 Handelstage bleibt unter 15 Prozent.

RS ordnet die relative Stärke innerhalb des Scanneruniversums ein. ADR misst die durchschnittliche tägliche Handelsspanne der letzten 20 Tage. Das Dollarvolumen berechnen wir aus Schlusskurs mal gehandelten Aktien und mitteln es über 50 Handelstage. Damit lässt sich der Umfang des Handels vergleichen.

CLMT und PBF sind bereits weit gelaufen. DELL hat am Donnerstag deutlich nachgegeben. Ich möchte bei allen drei zuerst sehen, wo sich der Kurs stabilisiert.

  • RS
    99
    ADR
    4,5%
    Kurs
    56,44 USD
    63 Handelstage
    +62,89%
    Abstand zum Hoch
    -0,96%
    Ø Dollarvolumen
    53,9 Mio.
  • RS
    98
    ADR
    5,4%
    Kurs
    77,08 USD
    63 Handelstage
    +81,07%
    Abstand zum Hoch
    -2,39%
    Ø Dollarvolumen
    197,1 Mio.
  • RS
    99
    ADR
    6,0%
    Kurs
    506,62 USD
    63 Handelstage
    +36,99%
    Abstand zum Hoch
    -10,01%
    Ø Dollarvolumen
    3.295,2 Mio.
16Charts

CLMT nach dem jüngsten Anstieg

Der Tageschart zeigt einen Anstieg mit kurzen Rücksetzern und höheren Tiefs. Der Schluss bei 56,44 Dollar liegt weniger als ein Prozent unter dem höchsten Kurs der letzten 252 Handelstage. Gleichzeitig beträgt der Abstand zum SMA 200 rund 75 Prozent.

Mich würde hier eine mehrtägige Konsolidierung interessieren, bei der die täglichen Handelsspannen kleiner werden. Daraus könnte sich ein Kursbereich ergeben, an dem sich Einstieg und Stop sinnvoll planen lassen. Nach dem bisherigen Anstieg wäre mir allein die Nähe zum Hoch dafür zu wenig.

CLMT: Tageschart bis 10. September. Rote Linie: SMA 200.
CLMT: Tageschart bis 10. September. Rote Linie: SMA 200.
17Charts

SNOW fällt unter das Tief des Berichtstags

In der letzten Ausgabe wollten wir sehen, ob SNOW den Sprung nach den Zahlen halten kann. Das Tief vom 3. September lag bei 355,47 Dollar. Der aktuelle Schluss liegt mit 329,72 Dollar darunter.

Damit hat SNOW den beobachteten Bereich verloren und kommt vorerst nicht in die neue Watchliste. Ich würde abwarten, ob sich nach dem Rückgang eine neue Basis bildet. Die müsste dann für sich geprüft werden.

SNOW: Tageschart bis 10. September. Rote Linie: SMA 200.
SNOW: Tageschart bis 10. September. Rote Linie: SMA 200.
18Charts

COIN liegt wieder unter dem SMA 200

Bei COIN ging es darum, ob die Aktie den Bereich um den SMA 200 hält. Jetzt stehen 172,28 Dollar Kurs einem SMA 200 von 191,60 Dollar gegenüber. Der letzte Anstieg ist also wieder darunter zurückgefallen.

COIN erfüllt damit unsere erste Auswahlbedingung nicht mehr. Im Chart siehst du den SMA 200 als rote Linie. Auch diese Linie fällt noch. Bevor COIN für diese Watchliste wieder infrage kommt, müsste der Kurs zunächst darüber zurückkehren.

COIN: Tageschart bis 10. September. Rote Linie: SMA 200.
COIN: Tageschart bis 10. September. Rote Linie: SMA 200.
19Kandidaten

Was aus der letzten Watchliste wurde

In Ausgabe 012 „Bitcoin zieht an“ hatten wir fünf Aktien besprochen. Die damaligen Beobachtungen beruhten auf den Kursen vom 3. September. Hier siehst du, was seitdem daraus geworden ist.

Bei SNOW und COIN wurden die genannten Kursbereiche unterschritten. Bei DELL, HOOD und TEAM warten wir weiterhin auf die gesuchte Konsolidierung. Deshalb steht dort „Offen“.

  • Heute
    329,72 USD, unter dem Tief 355,47 USD
    Status
    Gekippt
    Vorwoche
    Berichtssprung halten
  • Heute
    506,62 USD, über 478,31 USD
    Status
    Offen
    Vorwoche
    Basis nach dem Sprung
  • Heute
    113,33 USD, Impuls weitgehend abgegeben
    Status
    Offen
    Vorwoche
    Anstieg konsolidieren
  • Heute
    172,28 USD, unter SMA 200 bei 191,60 USD
    Status
    Gekippt
    Vorwoche
    SMA 200 halten
  • Heute
    179,57 USD, noch keine abgeschlossene Basis
    Status
    Offen
    Vorwoche
    Auf spätere Basis warten
20Zurückgestellt

Diese Aktien bleiben vorerst draußen

Oracle und Adobe schließen am Donnerstag unter ihrem jeweiligen SMA 200. Nach dieser Regel kommen beide nicht in die Watchliste. Diese Schlusskurse stammen aus dem Handel vor Veröffentlichung ihrer neuen Quartalsberichte.

COIN liegt ebenfalls unter dem SMA 200. Bei SNOW ist dagegen der Verlust des Tiefs nach den Zahlen der Grund, vorerst abzuwarten.

  • Grund
    Unter dem langfristigen Durchschnitt
    SMA 200
    191,60 USD
    Schluss
    172,28 USD
  • Grund
    Vor dem neuen Bericht unter SMA 200
    SMA 200
    167,89 USD
    Schluss
    152,94 USD
  • Grund
    Vor dem neuen Bericht unter SMA 200
    SMA 200
    266,96 USD
    Schluss
    248,83 USD
21Thema

Risiken im Depot zusammen betrachten

CLMT und PBF gehören beide zur Energiebranche. Wenn du mehrere solche Aktien hältst, lohnt sich der Blick auf die gesamte Position in diesem Sektor. Eine Nachricht zu Ölpreisen oder Raffineriemargen kann mehrere Werte gleichzeitig treffen.

Bei Anleihen spielt die Laufzeit eine wichtige Rolle. Bei Aktien kann es helfen, auf Schulden und anstehende Refinanzierungen zu schauen, besonders wenn die Zinsen steigen. Für einen kurzfristigen Trade brauche ich außerdem einen geplanten Ausstieg, falls sich der Kurs anders entwickelt als erwartet.

Die Positionsgröße lässt sich dann am vorgesehenen Verlust bis zum Stop ausrichten. Bei schnellen Kursbewegungen oder Gaps kann die tatsächliche Ausführung davon abweichen. Deshalb gehören auch die Termine der nächsten Quartalszahlen und wichtige Zinsentscheidungen zur Vorbereitung.

22Ausblick

Ausblick: Fed und Lennar

Am Mittwoch, 16. September, veröffentlicht die Fed ihre Entscheidung um 20:00 Uhr MESZ. Die Pressekonferenz folgt um 20:30 Uhr. Am Freitag kommen um 15:15 Uhr Daten zur US Industrieproduktion.

Lennar berichtet am Mittwoch nach US Börsenschluss, die Telefonkonferenz folgt am Donnerstag um 17:00 Uhr MESZ. Bei dem Hausbauer möchte ich besonders auf die Nachfrage und die Verkaufskonditionen achten. Daran lässt sich verfolgen, wie sich die Finanzierungskosten im Geschäft bemerkbar machen.

Auf der Watchliste bleiben CLMT, PBF und DELL. Bei den beiden Energieaktien warte ich auf engere Handelsspannen nach dem Anstieg. Bei DELL bleibt das Tief des Berichtstags bei 478,31 Dollar die wichtige Vergleichsmarke. SNOW und COIN beobachte ich vorerst nur daraufhin, ob sie die verlorenen Kursbereiche zurückerobern.