Micron liefert. Jetzt kommt es auf die Käufer an.
In der letzten Ausgabe stand Micron noch vor den Zahlen. Jetzt kennen wir den Bericht: 54,2 Milliarden Dollar Umsatz in einem Quartal, nach 11,3 Milliarden ein Jahr zuvor. Wer auf eine schwache Nachfrage nach Speicherchips gewartet hat, findet sie in diesem Ergebnis nicht.
Trotzdem würde ich daraus nicht ableiten, dass die Aktie steigen muss. Micron ist in den vergangenen Monaten schon stark gestiegen. Anleger bewerten nicht nur, was verdient wurde, sondern auch, was sie künftig erwarten und welchen Preis sie dafür zahlen. Genau deshalb gehören Bericht und Chart nebeneinander.
Diese Woche kommt noch eine zweite Frage dazu: Was passiert mit hoch bewerteten Aktien, wenn sichere Staatsanleihen wieder mehr Rendite bieten? Und wer kann höhere Energiepreise an seine Kunden weitergeben, ohne Geschäft zu verlieren?
Fünf Zahlen, die diese Woche wichtig sind
Der Rekordumsatz bei Micron ist nur ein Teil der Woche. Unternehmen, Verbraucher und Anleger bekommen gleichzeitig höhere Einkaufspreise und höhere Finanzierungskosten zu spüren.
| Punkt | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Micron Quartalsumsatz | 54,229 Mrd. USD | Nach 11,315 Mrd. USD im Vorjahresquartal |
| US Rendite, zehn Jahre | 5,24% | Donnerstag. Am Freitag davor 5,17% |
| Deutschland, Energiepreise | +14,9% | September gegenüber dem Vorjahr, vorläufig |
| US Industrie, Einkaufspreise | 77,9 | ISM Teilindex. Im August 71,1 |
| Neue US Stellen | 29.000 | September. Frühere Monate zusammen um 60.000 nach unten korrigiert |
- Micron Quartalsumsatz
- Wert
- 54,229 Mrd. USD
- Bedeutung
- Nach 11,315 Mrd. USD im Vorjahresquartal
- US Rendite, zehn Jahre
- Wert
- 5,24%
- Bedeutung
- Donnerstag. Am Freitag davor 5,17%
- Deutschland, Energiepreise
- Wert
- +14,9%
- Bedeutung
- September gegenüber dem Vorjahr, vorläufig
- US Industrie, Einkaufspreise
- Wert
- 77,9
- Bedeutung
- ISM Teilindex. Im August 71,1
- Neue US Stellen
- Wert
- 29.000
- Bedeutung
- September. Frühere Monate zusammen um 60.000 nach unten korrigiert
Technologie hält sich besser als kleinere Aktien
Von Freitag bis Donnerstag liegen alle vier großen Index ETFs im Minus. QQQ verliert 0,3 Prozent, SPY und IWM jeweils rund ein Prozent. Das ist relative Stärke der großen Technologiewerte, kein breiter Aufschwung.
QQQ liegt über seinen 10 und 50 Tage Durchschnitten. IWM liegt unter beiden und nur knapp über dem SMA 200. Werden beim nächsten Anstieg auch kleinere Unternehmen gekauft?
Tabellen und Charts vergleichen vollständige Tageskerzen bis Donnerstag, 1. Oktober. Der laufende Freitag ist darin nicht enthalten. Der heutige Arbeitsmarktbericht wird separat eingeordnet.
| Symbol | Abbildung | Seit Freitag | Schluss Donnerstag |
|---|---|---|---|
| SPY | S&P 500 | -1,0% | 763,99 USD |
| QQQ | Nasdaq 100 | -0,3% | 742,03 USD |
| DIA | Dow Jones | -1,7% | 508,62 USD |
| IWM | Russell 2000 | -1,0% | 279,02 USD |
- Abbildung
- S&P 500
- Seit Freitag
- -1,0%
- Schluss Donnerstag
- 763,99 USD
- Abbildung
- Nasdaq 100
- Seit Freitag
- -0,3%
- Schluss Donnerstag
- 742,03 USD
- Abbildung
- Dow Jones
- Seit Freitag
- -1,7%
- Schluss Donnerstag
- 508,62 USD
- Abbildung
- Russell 2000
- Seit Freitag
- -1,0%
- Schluss Donnerstag
- 279,02 USD
QQQ bleibt nahe am Hoch
QQQ schließt am Donnerstag bei 742,03 Dollar. Der ETF liegt über seinen gleitenden Durchschnitten, also den durchschnittlichen Schlusskursen eines bestimmten Zeitraums. Die letzten Tage bringen aber keinen dauerhaften Abstand vom bisherigen Hoch.
Für die kommende Woche interessiert mich, ob die jüngsten Tiefs halten und ein neuer Anstieg auch außerhalb der großen Technologiewerte stattfindet. Ein höherer Index allein beantwortet diese Frage nicht. Die rote Linie im Chart ist der SMA 200, der Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage.

54 Milliarden Dollar Umsatz in drei Monaten
Micron meldet für das vierte Geschäftsquartal 54,229 Milliarden Dollar Umsatz. Im dritten Quartal waren es 41,456 Milliarden, im Vorjahresquartal 11,315 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie beträgt 33,42 Dollar, die bereinigte Bruttomarge 87 Prozent. Die Bruttomarge beschreibt, wie viel vom Umsatz nach den direkten Herstellungskosten übrig bleibt.
Noch wichtiger für die Bewertung ist der Ausblick. Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres erwartet Micron 61,5 Milliarden Dollar Umsatz, mit einer Spanne von 1,5 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 38,15 Dollar liegen, mit einer Spanne von einem Dollar. Das ist eine Prognose, kein bereits verdientes Geld.
Die Nachfrage schafft auch neue Kapazität. Micron hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 27,37 Milliarden Dollar investiert. Für Anleger bleibt damit die Frage: Wie lange halten Nachfrage und Preise, wenn Hersteller ihre Produktion erweitern? Ein starkes Quartal beantwortet nicht automatisch, wie ein späteres Jahr aussieht.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Umsatz im Quartal | 54,229 Mrd. USD |
| Umsatz im Vorjahresquartal | 11,315 Mrd. USD |
| Bereinigter Gewinn je Aktie | 33,42 USD |
| Bereinigte Bruttomarge | 87% |
- Umsatz im Quartal
- Wert
- 54,229 Mrd. USD
- Umsatz im Vorjahresquartal
- Wert
- 11,315 Mrd. USD
- Bereinigter Gewinn je Aktie
- Wert
- 33,42 USD
- Bereinigte Bruttomarge
- Wert
- 87%
Micron findet nach den Zahlen Käufer
Micron eröffnet den Donnerstag rund ein Prozent unter dem vorherigen Schluss. Nach einem Tief bei 1.022,90 Dollar steigt die Aktie bis zum Schluss auf 1.097,39 Dollar. Das sind drei Prozent Tagesplus und ein Schluss nahe am Tageshoch. Das Volumen liegt rund 46 Prozent über dem Durchschnitt der vorherigen 50 Tage.
Käufer haben den ersten Rücksetzer nach dem Bericht aufgefangen. Die Zone um 1.105,50 Dollar aus Ausgabe 015 ist mit dem Schluss trotzdem noch nicht überwunden. Ein bestätigter Ausbruch ist das noch nicht.
Für die nächste Woche schaue ich darauf, ob die Aktie den Anstieg hält und die Zone darüber überwindet. Micron bleibt eine Ereignisstudie. Ein Rekordbericht allein macht den Einstieg nicht günstig.

NIKE verkauft weniger, Carnival hält die Nachfrage
NIKE meldet am Donnerstagabend 11,2 Milliarden Dollar Umsatz, vier Prozent weniger als im Vorjahr. Der direkte Verkauf an Kunden sinkt um acht Prozent. Die Bruttomarge verbessert sich trotzdem auf 42,8 Prozent. Der Gewinn je Aktie beträgt 0,48 Dollar. Für das Geschäftsjahr erwartet NIKE einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Das ist zunächst ein Problem dieses Unternehmens, kein Beweis für einen flächendeckenden Konsumeinbruch.
Carnival meldet rund zwei Milliarden Dollar bereinigten Quartalsgewinn und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,43 Dollar. Treibstoff und Wechselkurse belasten das Ergebnis gegenüber der eigenen Juni Prognose zusammen um 131 Millionen Dollar. Gleichzeitig liegen die Kundeneinlagen rund sieben Prozent höher als im Vorjahr, die Buchungen für 2027 auf Rekordniveau. Höhere Kosten bedeuten hier also nicht automatisch fehlende Nachfrage.
Bei Conagra sinkt der organische Umsatz um 1,1 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie steigt trotzdem um 5,1 Prozent auf 0,41 Dollar. Das Unternehmen bestätigt seinen Jahresausblick. Für die nächsten Lebensmittelberichte ist damit interessant, ob Unternehmen ihre Margen verteidigen können, obwohl sie weniger verkaufen.
NVIDIA genehmigt am Montag zusätzlich Aktienrückkäufe von 150 Milliarden Dollar. Eine Genehmigung ist kein Nachweis, dass dieses Geld bereits ausgegeben wurde. Sie schafft die Möglichkeit für spätere Rückkäufe.
Was den Wochenplan verändert
NIKE Quartalsbericht
Carnival Quartalsbericht
Conagra Quartalsbericht
NVIDIA Aktienrückkauf
Wenige neue Stellen, höhere Einkaufspreise
Der heutige US Arbeitsmarktbericht meldet für September 29.000 zusätzliche Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 4,2 Prozent. Juli und August werden zusammen um 60.000 Stellen nach unten korrigiert. Die durchschnittlichen Stundenlöhne steigen um drei Prozent zum Vorjahr.
Daneben steht der ISM Industrieindex: 54,5 nach 54,6 im August. Neue Aufträge steigen auf 55,3, der Einkaufspreisindex von 71,1 auf 77,9. Das sind Indexpunkte, keine Inflationsrate. Beim Preisindex bedeutet ein Wert über 50, dass mehr Betriebe steigende als fallende Einkaufspreise melden.
Für die Fed ist diese Kombination unbequem. Wenig Beschäftigungswachstum spricht für eine vorsichtigere Wirtschaft. Höhere Einkaufspreise können die Inflation aber weiter antreiben. Eine Zinssenkung ist damit nicht automatisch die nächste Antwort. ADP und JOLTS ergänzen das Bild, messen jedoch andere Bereiche und Berichtszeiträume.
Was den Wochenplan verändert
US Arbeitsmarkt
ISM Industrieindex
ADP Beschäftigung
JOLTS offene Stellen
Energie verteuert sich, die Kernrate bleibt darunter
In Deutschland steigt die vorläufige jährliche Inflationsrate im September von 2,9 auf 3,3 Prozent. Energie ist 14,9 Prozent teurer als im Vorjahr. Ohne Energie und Lebensmittel bleibt die Kernrate bei 2,4 Prozent. Dienstleistungen verteuern sich um 2,7 Prozent, Lebensmittel um 0,4 Prozent. Das ist keine gleichmäßige Preissteigerung in jedem Bereich.
In den USA liegt die PCE Inflationsrate für August bei 3,4 Prozent, die Kernrate bei drei Prozent. Der PCE Index misst die Preise der privaten Konsumausgaben und gehört zu den wichtigsten Inflationsmaßen der Fed. Reale Konsumausgaben steigen gegenüber Juli um 0,6 Prozent, das reale verfügbare Einkommen bleibt unverändert. Die Sparquote liegt bei 4,1 Prozent.
Werden höhere Energiepreise später in Transport, Produktion und Dienstleistungen weitergegeben? Oder sparen Haushalte an anderen Ausgaben? Für Unternehmensgewinne macht es einen großen Unterschied, welche dieser Entwicklungen überwiegt.
Die Renditen geben etwas nach, bleiben aber hoch
Am Donnerstag fällt die Rendite der zehnjährigen US Staatsanleihe von 5,29 auf 5,24 Prozent. Die dreißigjährige fällt von 5,64 auf 5,61 Prozent. Gegenüber dem vergangenen Freitag liegen beide weiterhin höher: um sieben beziehungsweise zwölf Basispunkte. Ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozentpunkten.
Staatsanleihen bieten damit weiter eine hohe nominale Rendite. Bei Aktien muss erwartetes Gewinnwachstum gegen diesen Zins, mögliche Inflation und das Unternehmensrisiko bestehen.
Steigt die Rendite einer bestehenden Anleihe, fällt ihr Kurs. Lange Laufzeiten reagieren meist stärker. Neue Schulden werden für Staaten und Unternehmen teurer. Der heutige Arbeitsmarktbericht liegt nach diesen Donnerstagwerten. Seine Wirkung lässt sich daraus noch nicht ablesen.
Höhere Zinsen ziehen nicht sofort Geld aus jeder Ecke
Die EZB hat ihren Einlagenzins im September auf 2,5 Prozent erhöht. Die Fed hat ihren Zielbereich auf 3,75 bis vier Prozent angehoben. Das sind Beschlüsse aus den vergangenen Wochen, keine neuen Entscheidungen dieser Woche.
Die Wirkung kommt mit Verzögerung. Im August wächst die breite Geldmenge M3 im Euroraum noch um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unternehmenskredite wachsen um 4,2 Prozent, Kredite an Haushalte um 3,1 Prozent. Diese Zahlen liegen vor der September Zinserhöhung und können deren Wirkung noch nicht belegen.
Auch die Bankzinsen aus August zeigen Unterschiede. Neue Unternehmenskredite kosten im gewichteten Durchschnitt 3,77 Prozent, neue Wohnungsbaukredite 3,60 Prozent. Der Zins auf neue Konsumentenkredite steigt auf 7,92 Prozent. Geld wird also nicht für jeden gleich teuer. Für einen verschuldeten Haushalt, einen Immobilienkäufer und ein Unternehmen mit viel Bargeld sieht dieselbe Zinsentscheidung sehr unterschiedlich aus.
Wenn Energie die Inflation hoch hält, während Kredite die Nachfrage bremsen, wird die Aufgabe der Zentralbanken schwieriger. Noch höhere Zinsen beseitigen keine beschädigte Leitung und produzieren keinen zusätzlichen Treibstoff. Sie können aber den übrigen Konsum und Investitionen schwächen.
Viel Rohöl heißt nicht automatisch billiger Diesel
In den USA steigen die Rohölbestände in der Woche bis zum 25. September um 0,9 Millionen Barrel auf 427,3 Millionen. Sie liegen damit etwa zwei Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Bei Benzin und Destillaten sieht es anders aus: Die Bestände liegen sieben beziehungsweise 14 Prozent unter diesem Durchschnitt. Zu den Destillaten gehört Diesel.
Das erklärt, warum es nicht reicht, nur auf den Rohölpreis zu schauen. Raffinerien, Produktbestände, Transportwege und regionale Nachfrage entscheiden mit, was an der Tankstelle ankommt. Die US Raffinerien arbeiten in dieser Woche mit 92,5 Prozent Auslastung.
Beim US Erdgas steigen die Vorräte um 64 Milliarden Kubikfuß auf 3.415 Milliarden. Das liegt 2,4 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt, aber 3,9 Prozent unter dem Vorjahr. Diese US Speicherzahlen sind kein Ersatz für europäische Speicher und Gaspreise. Wie viel Gas Europa durch den Winter braucht, hängt zusätzlich von Wetter, Importen und industrieller Nachfrage ab.
Genomics und Cybersecurity bleiben vorne
Im Abruf vom Freitag um 16:03 Uhr steht Technologie im WickedDesk Sektorranking vor Gesundheit und Kommunikation. Bei den Themen liegt Genomics vor Cybersecurity. Die beiden tauschen gegenüber Donnerstag ihre Plätze. Künstliche Intelligenz bleibt auf Rang drei, Cloud fällt von vier auf sechs.
Ein Rang allein sagt wenig über die Aktie, die du handeln willst. CRWD und OKTA steigen bis Donnerstag weiter. MRNA verliert dagegen fünf Prozent seit dem vergangenen Freitag. Dieselbe starke Gruppe kann sehr unterschiedliche Charts enthalten.
Die Grafik vergleicht zwei tatsächlich abgerufene Ranglisten, Donnerstag und Freitag. Das Ranking kombiniert mehrere Merkmale. Es ist keine Tabelle der Wochenrenditen.
| Gruppe | Rang Freitag 16:03 |
|---|---|
| Technologie | 1 |
| Gesundheit & Pharma | 2 |
| Kommunikation | 3 |
| Energie | 4 |
- Technologie
- Rang Freitag 16:03
- 1
- Gesundheit & Pharma
- Rang Freitag 16:03
- 2
- Kommunikation
- Rang Freitag 16:03
- 3
- Energie
- Rang Freitag 16:03
- 4
Was aus der Liste der letzten Ausgabe wurde
Die neun Aktien aus Ausgabe 015 bleiben auf der Studienliste. TWLO gewinnt bis Donnerstag 9,2 Prozent, OKTA 8,9 Prozent, PANW 5,7 Prozent und CRWD 5,5 Prozent. CDNA steigt ebenfalls. MRNA verliert fünf Prozent, während Micron nach seinem Bericht Käufer findet.
Alle neun liegen am Donnerstag über ihrem SMA 200. Das ist unser erster Filter für diese Long Studien, nicht das fertige Setup. Danach prüfe ich die Handelsspanne, den Abstand zu einem möglichen Einstieg und wo die Idee nicht mehr stimmt. Die Liste hält die bisherigen Beobachtungen fest. Sie ist keine neue Kaufempfehlung.
| Symbol | Status | Freitag | Donnerstag | Seit Freitag |
|---|---|---|---|---|
| CRWD | Über SMA 200 | 252,13 USD | 266,09 USD | +5,5% |
| OKTA | Über SMA 200 | 195,19 USD | 212,63 USD | +8,9% |
| PANW | Über SMA 200 | 374,74 USD | 396,25 USD | +5,7% |
| NTRA | Über SMA 200 | 412,56 USD | 408,47 USD | -1,0% |
| CDNA | Über SMA 200 | 63,68 USD | 66,23 USD | +4,0% |
| TWLO | Über SMA 200 | 275,80 USD | 301,27 USD | +9,2% |
| MRNA | Rücksetzer, über SMA 10 | 198,88 USD | 188,94 USD | -5,0% |
| MRVL | Über SMA 200 | 261,94 USD | 268,08 USD | +2,3% |
| MU | Käufer nach dem Bericht | 1.082,28 USD | 1.097,39 USD | +1,4% |
- Status
- Über SMA 200
- Freitag
- 252,13 USD
- Donnerstag
- 266,09 USD
- Seit Freitag
- +5,5%
- Status
- Über SMA 200
- Freitag
- 195,19 USD
- Donnerstag
- 212,63 USD
- Seit Freitag
- +8,9%
- Status
- Über SMA 200
- Freitag
- 374,74 USD
- Donnerstag
- 396,25 USD
- Seit Freitag
- +5,7%
- Status
- Über SMA 200
- Freitag
- 412,56 USD
- Donnerstag
- 408,47 USD
- Seit Freitag
- -1,0%
- Status
- Über SMA 200
- Freitag
- 63,68 USD
- Donnerstag
- 66,23 USD
- Seit Freitag
- +4,0%
- Status
- Über SMA 200
- Freitag
- 275,80 USD
- Donnerstag
- 301,27 USD
- Seit Freitag
- +9,2%
- Status
- Rücksetzer, über SMA 10
- Freitag
- 198,88 USD
- Donnerstag
- 188,94 USD
- Seit Freitag
- -5,0%
- Status
- Über SMA 200
- Freitag
- 261,94 USD
- Donnerstag
- 268,08 USD
- Seit Freitag
- +2,3%
- Status
- Käufer nach dem Bericht
- Freitag
- 1.082,28 USD
- Donnerstag
- 1.097,39 USD
- Seit Freitag
- +1,4%
MRNA braucht erst eine engere Handelsspanne
MRNA schließt am Donnerstag bei 188,94 Dollar. Seit dem vergangenen Freitag verliert die Aktie fünf Prozent. Der Schluss liegt noch knapp über der 10 Tage Linie bei 186,76 Dollar und deutlich über dem SMA 200.
Der Donnerstag reicht von 186,01 bis 201 Dollar. Das ist eine breite Tagesspanne, keine enge Konsolidierung. Zudem schließt die Aktie im unteren Teil dieser Spanne. Das Volumen liegt unter dem Durchschnitt der vorherigen 50 Tage, allein daraus würde ich aber keine Kaufabsicht ableiten.
Ich schaue darauf, ob sich nach dem großen Anstieg eine kleinere Spanne bildet und spätere Rücksetzer gekauft werden. Die Zone um 172,94 Dollar aus Ausgabe 015 hält bislang. Sie ist eine Prüfmarke, kein garantierter Boden.

CRWD steigt, aber ohne kräftigen Volumenschub
CRWD gewinnt von Freitag bis Donnerstag 5,5 Prozent und schließt bei 266,09 Dollar. SPY verliert im selben Zeitraum ein Prozent. Das ist relative Stärke im direkten Kursvergleich. Die 10 Tage Linie bei 256,42 Dollar und die Zone um 248,51 Dollar aus Ausgabe 015 liegen darunter.
Der Anstieg am Donnerstag kommt mit weniger Volumen als im Durchschnitt der vorherigen 50 Tage. Aus dem grünen Chart lässt sich deshalb kein kräftiger neuer Kaufdruck ableiten. Zusammen mit OKTA und PANW bleibt CRWD trotzdem eine der besseren fortgeführten Studien.
Für einen neuen Einstieg interessieren mich eine begrenzte Handelsspanne und der Punkt, an dem die Idee scheitert. Hinterherzulaufen, nur weil die Aktie besser aussieht als der Index, ist etwas anderes.

Öl steigt, Gold und Silber bleiben im Wochenminus
Von Freitag bis Donnerstag verliert der Gold ETF GLD 2,7 Prozent, der Silber ETF SLV 5,4 Prozent. Der ETF auf lange US Staatsanleihen TLT gibt zwei Prozent ab, der Dollar ETF UUP gewinnt 1,2 Prozent. Der Ölfutures ETF USO dreht mit einem Tagesplus von drei Prozent auf 1,1 Prozent Plus seit Freitag.
Diese ETFs sind Näherungen für die jeweiligen Märkte, keine exakten Spotpreise. Gerade bei Öl kann ein Fonds wegen seiner Futures anders laufen als ein direkt genannter Ölpreis.
Gold steigt nicht in jeder angespannten Woche. Silber reagiert zusätzlich auf industrielle Nachfrage. Wer Gold, Silber, Bitcoin und Aktien kombiniert, sollte nicht voraussetzen, dass sie sich jederzeit gegenseitig absichern. Ein langfristig interessanter Vermögenswert kann kurzfristig zusammen mit anderen Positionen fallen.
Bei den Bitcoin ETFs kommen wieder Käufer hinzu
Nach neun Zuflusstagen mit zusammen rund 3,08 Milliarden Dollar verlieren die US Bitcoin ETFs am Mittwoch netto 148,7 Millionen. Am Donnerstag folgen wieder 102,7 Millionen Dollar Zuflüsse. Für Montag bis Donnerstag bleiben damit 51,2 Millionen Dollar Nettozufluss.
Die Käufer sind nicht einfach verschwunden. Das Tempo ist aber geringer als in der vorherigen Zuflussserie. ETF Geldflüsse messen nur einen Teil der Nachfrage und sagen nicht, welchen Kurs Bitcoin als Nächstes erreicht.
COIN liegt nur rund zwei Prozent über dem SMA 200 und noch unter seiner 10 Tage Linie. Börsenbetreiber und Miner haben eigene Kosten, Schulden und Geschäftsmodelle. Ich würde eine Verbesserung bei Bitcoin deshalb nicht ungeprüft auf jede Krypto Aktie übertragen.
COIN steht unmittelbar am SMA 200
COIN schließt am Donnerstag bei 189,29 Dollar. Der SMA 200 liegt bei 185,75 Dollar. Das ist nur ein kleiner Abstand. Im selben Tagesverlauf handelt die Aktie auch darunter.
Ein Schluss knapp über der Linie erfüllt den ersten Filter, aber noch keine stabile Rückeroberung. Dafür möchte ich mehrere haltende Schlusskurse und eine bessere Entwicklung gegenüber dem Gesamtmarkt sehen. Seit Freitag verliert COIN 3,0 Prozent.
Die Aktie bleibt deshalb eine Beobachtung und gehört noch nicht in dieselbe Kategorie wie die stärkeren Cybersecurity Titel. Schließt sie wieder unter dem SMA 200, fällt sie aus dieser Long Prüfung heraus.

Nicht jeder interessante Bericht passt auf die Watchliste
COIN bleibt wegen des geringen Abstands zum SMA 200 außerhalb der engeren Liste. Carnival und Conagra sind in dieser Ausgabe Beispiele für Kosten und Nachfrage, keine geprüften Chart Setups. NVIDIAs Rückkaufgenehmigung ersetzt ebenfalls keinen Einstiegspunkt.
Micron bleibt dagegen als Ereignisstudie dabei. Die Bedingungen sind klar: Erst die tatsächliche Kursreaktion nach dem Bericht betrachten, dann prüfen, ob sie hält. Die Umsatzprognose allein ist kein Grund, die Aktie ungeachtet des Charts zu kaufen.
Die Termine für die kommende Woche
Am Montag folgt der ISM Bericht für die US Dienstleistungen. Nach dem Anstieg der industriellen Einkaufspreise interessieren mich besonders Preise und Beschäftigung. Am Dienstag stellt Marvell auf seinem Investorentag seine Planung vor. Das ist kein Quartalsbericht.
Levi Strauss berichtet am Mittwoch, PepsiCo am Donnerstag. Beide können zeigen, wie sich Preise und Nachfrage bei Verbrauchern entwickeln. Die US Gasbestände folgen ebenfalls am Donnerstag. Die nächsten US Verbraucherpreise kommen erst am 14. Oktober, nicht in der kommenden Woche.
| Tag | Frage | Termin | Uhrzeit |
|---|---|---|---|
| Montag, 5. Oktober | Ziehen Preise und Beschäftigung mit? | ISM Dienstleistungen | 16:00 MESZ |
| Dienstag, 6. Oktober | Wie entwickelt sich die Planung für Rechenzentren? | Marvell Investorentag | Vormittag in New York |
| Mittwoch, 7. Oktober | Wie reagieren Kunden auf Preise und Sortiment? | Levi Strauss Quartalsbericht | Telefonkonferenz 23:00 MESZ |
| Donnerstag, 8. Oktober | Tragen höhere Preise oder größere Absatzmengen? | PepsiCo Quartalsbericht | Ergebnis etwa 12:00, Fragerunde 14:15 MESZ |
| Donnerstag, 8. Oktober | Wie weit reicht der Vorrat vor dem Winter? | US Gasbestände | 16:30 MESZ |
- Montag, 5. Oktober
- Frage
- Ziehen Preise und Beschäftigung mit?
- Termin
- ISM Dienstleistungen
- Uhrzeit
- 16:00 MESZ
- Dienstag, 6. Oktober
- Frage
- Wie entwickelt sich die Planung für Rechenzentren?
- Termin
- Marvell Investorentag
- Uhrzeit
- Vormittag in New York
- Mittwoch, 7. Oktober
- Frage
- Wie reagieren Kunden auf Preise und Sortiment?
- Termin
- Levi Strauss Quartalsbericht
- Uhrzeit
- Telefonkonferenz 23:00 MESZ
- Donnerstag, 8. Oktober
- Frage
- Tragen höhere Preise oder größere Absatzmengen?
- Termin
- PepsiCo Quartalsbericht
- Uhrzeit
- Ergebnis etwa 12:00, Fragerunde 14:15 MESZ
- Donnerstag, 8. Oktober
- Frage
- Wie weit reicht der Vorrat vor dem Winter?
- Termin
- US Gasbestände
- Uhrzeit
- 16:30 MESZ
Was ich in der nächsten Woche weiterverfolge
Bei Micron schaue ich zuerst, ob die Käufer vom Donnerstag dabei bleiben und die Zone um 1.105,50 Dollar überwunden wird. CRWD, OKTA und TWLO zeigen bislang die bessere Kursentwicklung. Bei MRNA muss aus der breiten Spanne erst eine engere Konsolidierung werden.
Der Arbeitsmarktbericht macht die nächste Woche nicht einfacher. Die Beschäftigung wächst kaum, während die Industrie steigende Einkaufspreise meldet. Der ISM Dienstleistungsbericht kann zeigen, ob diese Kombination auch außerhalb der Fabriken ankommt. PepsiCo und Levi Strauss liefern neue Hinweise auf den Konsum.
Bei Anleihen interessiert mich, ob die Renditen weiter nachgeben und Aktien darauf mit breiteren Käufen reagieren. Bei Bitcoin schaue ich, ob nach Donnerstag weitere ETF Zuflüsse folgen. COIN muss seinen kleinen Abstand zum SMA 200 erst ausbauen. Markt und Nachrichten einordnen, Gruppen vergleichen, dann den einzelnen Chart prüfen. Eine spannende Geschichte ist noch kein fertiger Trade.
