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WickedDesk Weekly #018: Die Inflation zieht wieder an

Höhere Energiepreise treffen auf fallende Technologieaktien. Was die neuen Wirtschaftszahlen zeigen, was Teslas Roadster verändert und wie sich unsere Aktien aus der letzten Ausgabe entwickelt haben.

Ausgabe 01816.10.202621 Min. Lesezeit
WickedDesk Weekly #018: Die Inflation zieht wieder an
Das Wichtigste
  1. 01Die US Inflationsrate steigt auf 3,7 Prozent. Benzin verursacht mehr als die Hälfte des monatlichen Preisanstiegs.
  2. 02Bis Freitagnachmittag gewinnt Energie seit dem 9. Oktober 4,20 Prozent, Technologie verliert 7,36 Prozent.
  3. 03TSMC übertrifft mit 46,72 Milliarden Dollar Umsatz die eigene Quartalsprognose. Bei ASML reichen Rekordzahlen nicht für steigende Kurse.
  4. 04Rocket Lab erwartet den ersten Neutron Start nun 2027. Vier der fünf untersuchten Raumfahrtaktien stehen unter ihrem SMA 200.
  5. 05Tesla zeigt den neuen Roadster. Für das laufende Geschäft werden am 21. Oktober Gewinn und Mittelzufluss wichtiger als die Vorführung.
01Kurzfassung

An der Tankstelle wird es wieder teurer

Wer im September in den USA getankt hat, hat einen großen Teil dieser Inflationsmeldung schon selbst erlebt. Benzin wurde innerhalb eines Monats um 9,1 Prozent teurer. Gleichzeitig melden Chiphersteller Rekordumsätze, während mehrere ihrer Aktien fallen. Das ist die schwierige Kombination dieser Woche. Unternehmen verdienen viel Geld, aber Anleger sind nicht mehr bereit, dafür jeden Preis zu bezahlen.

Am Freitag kommen bessere Produktionszahlen dazu, nachdem die Erzeugerpreise am Donnerstag einen kräftigen Anstieg gezeigt haben. Tesla stellt den neuen Roadster vor. Für Anleger bleibt die Frage, welches Unternehmen aus hohen Umsätzen auch mehr Gewinn macht. Die Aktien aus Ausgabe 017 bleiben im Vergleich, einschließlich der Verlierer.

Die Kursaufnahmen stammen vom Freitag, 16. Oktober, abgerufen um 19:22 Uhr MESZ im laufenden US Handel. Sie sind noch keine Freitagsschlusskurse. Wochenvergleiche beginnen beim Schluss vom 9. Oktober. Ältere Wirtschaftsdaten und bereits abgeschlossene Reaktionen auf Quartalsberichte sind jeweils datiert.

02Markt

Der Nasdaq gibt stärker nach als der breite Markt

Der QQQ, mit dem wir den Nasdaq 100 verfolgen, verliert seit dem Schluss vom 9. Oktober 5,23 Prozent. Am Freitag liegt er bei 711,95 Dollar, 2,20 Prozent unter dem Vortag. Damit steht er inzwischen unter dem Durchschnitt der letzten 21 Handelstage und unter der 50 Tage Linie bei 726,82 Dollar. Der Abstand zur 200 Tage Linie bei 674,92 Dollar ist noch positiv, der kurzfristige Trend aber deutlich schwächer geworden.

Der SPY für den S&P 500 verliert im Wochenvergleich 1,98 Prozent. Beim IWM für kleinere US Unternehmen sind es 3,04 Prozent. Er liegt bereits unter seiner 200 Tage Linie. Der Dow ETF DIA hält sich mit plus 0,39 Prozent wesentlich besser. Ein vergleichsweise stabiler Dow hilft wenig, wenn das eigene Depot überwiegend aus schwachen Technologieaktien besteht.

Die Tabelle zeigt ETF Kurse in Dollar, keine Indexstände. Verglichen werden der Schluss vom 9. Oktober und die Kursaufnahme vom Freitagnachmittag. Ausschüttungen sind nicht enthalten.

  • SMA 21
    770,73
    SMA 50
    768,50
    SMA 200
    725,01
    Kurs USD
    763,12
    Seit 9. Oktober
    -1,98 %
  • SMA 21
    741,62
    SMA 50
    726,82
    SMA 200
    674,92
    Kurs USD
    711,95
    Seit 9. Oktober
    -5,23 %
  • SMA 21
    279,54
    SMA 50
    289,07
    SMA 200
    277,65
    Kurs USD
    270,45
    Seit 9. Oktober
    -3,04 %
  • SMA 21
    514,66
    SMA 50
    524,18
    SMA 200
    504,32
    Kurs USD
    518,12
    Seit 9. Oktober
    +0,39 %
Nasdaq 100 ETF: unter SMA 50 im laufenden Freitagshandel
Nasdaq 100 ETF: unter SMA 50 im laufenden Freitagshandel
03Gruppen

Energie und Basiskonsum halten sich besser

XLP steigt im Wochenvergleich um 4,60 Prozent, XLE um 4,20 Prozent und XLV um 3,38 Prozent. Basiskonsum, Energie und Gesundheit liegen damit klar vor Technologie. Der Technologie ETF XLK verliert 7,36 Prozent. Zwischen Energie und Technologie liegen 11,56 Prozentpunkte.

Die teurere Energie bietet eine plausible Erklärung für das Interesse an Ölunternehmen. Bei Basiskonsum und Gesundheit passt die Entwicklung eher dazu, dass Anleger weniger konjunkturabhängige Geschäfte bevorzugen. Aus den Kursen allein können wir aber keine einzelnen Kaufmotive beweisen. Die Grafik vergleicht Sektor ETFs, nicht gleichgewichtete Aktiengruppen.

XLE steht bei 67,82 Dollar nahe am 52 Wochen Hoch von 67,91 Dollar. Wer jetzt einzelne Energieaktien untersucht, sollte den bereits gelaufenen Anstieg mitberücksichtigen. Die relative Stärke wäre weniger überzeugend, wenn Energie wieder hinter den breiten Markt zurückfällt. Für einen neuen Einstieg bleibt die Lage im einzelnen Chart entscheidend.

Energie gewinnt 4,20 Prozent, Technologie verliert 7,36 Prozent
Energie gewinnt 4,20 Prozent, Technologie verliert 7,36 Prozent
04Thema

Benzin treibt die Inflationsrate auf 3,7 Prozent

Die am 14. Oktober veröffentlichten Verbraucherpreise steigen im September um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 3,4 Prozent im August. Gegenüber dem Vormonat beträgt der saisonbereinigte Anstieg 0,6 Prozent. Benzin verursacht mit einem Plus von 9,1 Prozent mehr als die Hälfte dieses monatlichen Anstiegs.

Ohne Lebensmittel und Energie liegt die Jahresrate bei 2,6 Prozent, der monatliche Anstieg bei 0,3 Prozent. Lebensmittel bleiben gegenüber August insgesamt unverändert. Es wäre deshalb falsch, aus diesem Bericht abzuleiten, dass alle Preise plötzlich gleich stark steigen.

Am Donnerstag verschärfen die Erzeugerpreise das Bild. Sie steigen im September um 1,3 Prozent gegenüber August und um 6,3 Prozent zum Vorjahr. Energie verteuert sich in diesem Bericht um 10,8 Prozent. Auch ohne Lebensmittel, Energie und Handelsdienstleistungen bleiben monatlich 0,5 Prozent übrig. Das ist kein Beweis für eine gleich hohe künftige Verbraucherpreissteigerung. Unternehmen können höhere Kosten weitergeben oder einen Teil über niedrigere Margen tragen.

Für Haushalte bleibt weniger Geld übrig, wenn das Tanken mehr kostet. Bei Unternehmen hängt die Wirkung davon ab, ob ihre Kunden höhere Preise akzeptieren. Die nächsten Berichte müssen deshalb nicht nur Umsatzwachstum liefern, sondern erklären, was mit Absatzmengen und Gewinn passiert.

05Thema

Mehr Umsatz bedeutet nicht automatisch mehr Nachfrage

Die am Donnerstag veröffentlichten US Einzelhandelsumsätze steigen im September um 0,8 Prozent auf 745 Milliarden Dollar. Ohne Tankstellen beträgt der monatliche Zuwachs nur 0,2 Prozent. Die Statistik ist nicht um Preissteigerungen bereinigt. Ein größerer Betrag auf dem Kassenbon bedeutet deshalb nicht automatisch, dass mehr Ware verkauft wurde.

Die Industrieproduktion liefert am Freitag ein anderes Bild: Sie steigt im September um 0,7 Prozent, im verarbeitenden Gewerbe um 0,3 Prozent. Die Produktion der Versorger legt um 3,5 Prozent zu, die von Fahrzeugen und Teilen fällt um 3,0 Prozent. Die Kapazitätsauslastung liegt bei 76,9 Prozent und damit weiterhin unter ihrem langfristigen Durchschnitt. Das ist Wachstum, aber kein gleichmäßiger Aufschwung in allen Branchen.

Bei J.B. Hunt sieht man, warum die Details zählen. Der Transportkonzern meldet am Donnerstagabend 3,68 Milliarden Dollar Quartalsumsatz, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne Treibstoffzuschläge beträgt das Plus 13 Prozent. Der operative Gewinn steigt nur um zwei Prozent; die operative Marge sinkt von 7,9 auf 6,7 Prozent. Der Gewinn je Aktie beträgt 1,82 Dollar nach 1,76 Dollar. Am Freitagnachmittag verliert JBHT 3,70 Prozent. Mehr Umsatz allein hat hier nicht gereicht.

06Thema

Weniger Ölverbrauch löst das Lieferproblem nicht

Die IEA erwartet im Oktoberbericht, dass die weltweite Ölnachfrage 2026 um 2,6 Millionen Barrel pro Tag auf durchschnittlich 102,4 Millionen Barrel sinkt. Hohe Treibstoffpreise und eine schwächere Wirtschaft belasten den Verbrauch. Zugleich bleibt das Angebot eingeschränkt. Sinkende Nachfrage und hohe Preise schließen sich in dieser Lage nicht aus.

Die amerikanische Energiebehörde EIA rechnet in ihrer Prognose vom 6. Oktober für das vierte Quartal mit durchschnittlich 105 Dollar je Barrel Brent. Das ist eine Quartalsprognose, kein aktueller Börsenkurs. Bei Diesel nennt sie für September einen amerikanischen Einzelhandelspreis von durchschnittlich 6,29 Dollar je Gallone. Die Destillatbestände an der US Ostküste lagen Ende September 32 Prozent unter dem üblichen Niveau der vergangenen fünf Jahre.

Für Fluggesellschaften, Speditionen und Industrieunternehmen kann deshalb auch die Verarbeitungskapazität zum Problem werden. Ein günstigerer Rohölpreis garantiert noch keinen ebenso schnellen Rückgang beim Diesel. Entspannung würde eher überzeugen, wenn Liefermengen und Produktbestände steigen und die Aufschläge bei fertigen Kraftstoffen zurückgehen.

07Thema

Bei Gas muss man Europa und die USA trennen

Die EIA erwartet, dass die USA mit Gasvorräten in den Winter gehen, die zwei Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen. Für Henry Hub, den amerikanischen Referenzpreis, prognostiziert sie 2026 durchschnittlich 3,48 Dollar je Million britischer Wärmeeinheiten. Diese Jahresprognose beschreibt weder den heutigen Preis noch die Lage am europäischen Handelsplatz TTF.

Europa ist stärker darauf angewiesen, genügend verflüssigtes Erdgas per Schiff zu bekommen. Zwischen amerikanischer Förderung und europäischer Versorgung liegen Verflüssigung, Transport und Regasifizierung. Viel Gas in den USA bedeutet deshalb nicht automatisch günstiges Gas in Europa.

Längerfristig wächst das Angebot. Die IEA erfasst für 2025 bis 2030 mehr als 330 Milliarden Kubikmeter zusätzliche jährliche Exportkapazität aus bereits 2025 im Bau befindlichen LNG Projekten. Neue Kapazität kommt aber nicht auf einmal. Bauverzögerungen und Ausfälle können die Entlastung verschieben. Für europäische Chemieunternehmen und andere große Gasverbraucher bleibt entscheidend, zu welchen Preisen sie tatsächlich einkaufen und wie lange ihre Absicherung reicht.

08Thema

Der Zinsdruck ist noch nicht vorbei

Die Fed erhöhte ihr Zinsband am 16. September von 3,50 bis 3,75 auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Bei der EZB stieg der Einlagenzins mit Wirkung zum 16. September von 2,25 auf 2,50 Prozent. Beides sind bereits erfolgte Entscheidungen, keine neuen Beschlüsse dieser Woche. Die jüngsten Inflationszahlen erschweren vor allem die Hoffnung auf eine schnelle Umkehr.

Für zehnjährige US Staatsanleihen weist der zuletzt verfügbare FRED Tageswert am 14. Oktober eine Rendite von 5,19 Prozent aus, nach 5,24 Prozent am 9. Oktober. Das ist kein Freitagskurs. Das Niveau bleibt hoch, obwohl die Rendite in diesem Vergleich etwas gefallen ist. Bestehende Anleihen mit festem Kupon reagieren normalerweise mit fallenden Kursen auf steigende Marktrenditen. Je länger die Laufzeit, desto stärker kann diese Reaktion ausfallen.

Auch Unternehmen spüren höhere Finanzierungskosten nicht alle gleichzeitig. Ein langfristig festgeschriebener Kredit wird nicht sofort teurer. Anschlussfinanzierungen, neue Projekte und variable Kredite können dagegen stärker belastet werden. Bei einer Raumfahrtfirma mit hohen Entwicklungsausgaben ist das eine andere Ausgangslage als bei einem Unternehmen, das seinen Ausbau aus laufenden Einnahmen bezahlen kann.

09Thema

Höhere Zinsen bedeuten nicht sofort weniger Geld

Die letzte veröffentlichte Geldmengenstatistik der EZB betrifft August. Die breite Geldmenge M3 wächst darin um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 3,4 Prozent im Juli. Unternehmenskredite wachsen um 4,2 Prozent, Haushaltskredite um 3,1 Prozent. Diese Daten wurden am 25. September veröffentlicht. Sie beschreiben einen Monat vor der jüngsten Zinserhöhung und können deren Wirkung noch nicht zeigen.

Höhere Zinsen können die Nachfrage nach neuen Krediten bremsen und Sparen attraktiver machen. Banken geben den höheren Satz aber nicht überall gleich schnell an Einleger weiter. Bestehende Kredite laufen weiter, und andere Geldströme verändern sich ebenfalls. Deshalb schrumpft die Geldmenge nicht automatisch, sobald eine Zentralbank den Zins anhebt.

Für die Wirtschaft kommt es darauf an, welche Investitionen ausfallen und welche Unternehmen trotz höherer Finanzierungskosten noch Nachfrage finden. Die nächsten Kreditdaten helfen dabei mehr als die pauschale Behauptung, es werde jetzt überall Liquidität entzogen.

10Ereignisse

TSMC übertrifft die eigene Prognose

TSMC meldet am Donnerstagmorgen 46,72 Milliarden Dollar Umsatz für das dritte Quartal. Das sind 41,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 16,2 Prozent mehr als im zweiten Quartal. Die eigene Prognose lag bei 44,6 bis 45,8 Milliarden Dollar. Das Ergebnis übertrifft also selbst deren Obergrenze um rund zwei Prozent. Wir vergleichen hier mit der Unternehmensprognose, nicht mit einer Analystenschätzung.

Die Bruttomarge liegt bei 66,4 Prozent. Das verwässerte Ergebnis entspricht 4,60 Dollar je amerikanischem Hinterlegungsschein, dem ADR. Die Zahlen zeigen, wie viel Umsatz und Gewinn der Chiphersteller erzielt. Ob die Kunden mit ihren Investitionen später ebenfalls genug verdienen, beantwortet TSMCs Quartal nicht. Diese Frage aus Ausgabe 017 bleibt für den weiteren KI Ausbau bestehen.

ASML hat bereits am Mittwoch 11,66 Milliarden Euro Umsatz, 4,96 Milliarden Euro Nettogewinn und eine Bruttomarge von 57,5 Prozent gemeldet. Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen 14,2 bis 15,2 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht. Trotzdem fällt die amerikanisch gehandelte Aktie am Berichtstag um 3,94 Prozent.

Inzwischen liegt auch TSMCs erste abgeschlossene US Sitzung nach dem Bericht vor. TSM eröffnet am Donnerstag 3,45 Prozent unter dem Vortag, erholt sich während des Handels und schließt trotzdem 1,80 Prozent tiefer bei 422,25 Dollar. Am Freitagnachmittag steht die Aktie bei 412,67 Dollar. Starke Geschäftszahlen und ein schwacher Kurs sind keine widersprüchlichen Daten. Der Kurs spiegelt auch die Erwartungen wider, die Anleger vorher schon bezahlt haben.

46,72 Milliarden Dollar Umsatz gegenüber einer eigenen Prognose von 44,6 bis 45,8 Milliarden
46,72 Milliarden Dollar Umsatz gegenüber einer eigenen Prognose von 44,6 bis 45,8 Milliarden
11Ereignisse

Was von den Unternehmenszahlen im Kurs ankam

Bei Bank of America lohnt sich der Unterschied zwischen ausgewiesenem und bereinigtem Gewinn. Die Bank erzielt 30,0 Milliarden Dollar Umsatz und 0,91 Dollar Gewinn je Aktie nach Rechnungslegungsstandard. Ohne eine regulatorische Belastung beträgt der bereinigte Gewinn 1,08 Dollar je Aktie. Der Zinsüberschuss steigt um acht Prozent, die Erlöse im Handel fallen um fünf Prozent. Die Aktie eröffnet deutlich tiefer, holt einen Teil auf und beendet den Mittwoch trotzdem 4,76 Prozent im Minus.

Morgan Stanley steigert den Umsatz auf 20,34 Milliarden Dollar und den Gewinn je Aktie auf 3,03 Dollar. Die Aktie verliert am Berichtstag 2,75 Prozent. Goldman Sachs startet am Dienstag nach den Zahlen mit einem Aufschlag von 3,25 Prozent, gibt diesen aber vollständig ab. Der Schluss liegt 0,23 Prozent unter dem Vortag.

Diese Reaktionen sind wichtiger als das Wort Rekord in einer Überschrift. Allerdings fiel die Veröffentlichung mehrerer Zahlen mit dem Inflationsbericht zusammen. Die gesamte Tagesbewegung lässt sich deshalb nicht allein dem jeweiligen Geschäftsbericht zuschreiben.

WochentreiberEarnings5

Was den Wochenplan verändert

TSM

Ergebnis
46,72 Mrd. USD Umsatz; EPS je ADR 4,60 USD
Marktreaktion
Eröffnung -3,45 %; Schluss -1,80 % zum Vortag; vom Start bis Schluss +1,71 %; Volumen 2,29 mal 50 Tage Durchschnitt
Einordnung
Umsatz über der eigenen Prognose von 44,6 bis 45,8 Mrd. USD
Folgecheck
Donnerstag teilweise erholt, Freitag erneut schwächer

ASML

Ergebnis
11,66 Mrd. EUR Umsatz; 4,96 Mrd. EUR Nettogewinn
Marktreaktion
Eröffnung -2,38 %; Schluss -3,94 % zum Vortag; vom Start bis Schluss -1,60 %; Volumen 2,24 mal 50 Tage Durchschnitt
Einordnung
Q4 Umsatzprognose 14,2 bis 15,2 Mrd. EUR
Folgecheck
Kann die Aktie die Verluste nach dem Bericht zurückholen?

BAC

Ergebnis
30,0 Mrd. USD Umsatz; EPS 0,91 USD, bereinigt 1,08 USD
Marktreaktion
Eröffnung -7,65 %; Schluss -4,76 % zum Vortag; vom Start bis Schluss +3,13 %; Volumen 3,50 mal 50 Tage Durchschnitt
Einordnung
Zinsüberschuss plus 8 %, Handelsumsatz minus 5 %
Folgecheck
Erholt sich der Kurs über den Schluss vor dem Bericht bei 53,96 USD?

MS

Ergebnis
20,34 Mrd. USD Umsatz; EPS 3,03 USD
Marktreaktion
Eröffnung -3,32 %; Schluss -2,75 % zum Vortag; vom Start bis Schluss +0,59 %; Volumen 2,11 mal 50 Tage Durchschnitt
Einordnung
Vermögensverwaltung erzielt 9,07 Mrd. USD Umsatz
Folgecheck
Hält die Erholung vom Tagestief?

GS

Ergebnis
18,68 Mrd. USD Umsatz; EPS 17,01 USD
Marktreaktion
Eröffnung +3,25 %; Schluss -0,23 % zum Vortag; vom Start bis Schluss -3,37 %; Volumen 2,50 mal 50 Tage Durchschnitt
Einordnung
Umsatz im Aktiengeschäft 6,44 Mrd. USD
Folgecheck
Anfänglicher Kursaufschlag vollständig abgegeben
12Thema

Tesla zeigt den Roadster. Der Gewinnbericht folgt erst noch

Tesla hat am Donnerstag den neuen Roadster vorgestellt. Die Produktseite beschreibt aktive Aerodynamik, ein Ansaugsystem für zusätzlichen Anpressdruck und Kaltgasdüsen. Für die Variante Thrust nennt Tesla eine Beschleunigung von null auf 60 Meilen pro Stunde in weniger als einer Sekunde. Das ist eine Herstellerangabe, kein unabhängiger Test.

Die einsitzige Variante Rocket soll laut Tesla auch aufwärtsgerichteten Schub ermöglichen. Sie ist ausdrücklich nicht für öffentliche Straßen zugelassen. Aus der Vorführung lässt sich weder ein gesicherter Produktionsanlauf noch ein nennenswerter Ergebnisbeitrag im nächsten Quartal ableiten. Die offizielle Produktseite nennt dafür keinen konkreten Termin.

An der Börse bleibt die Begeisterung zunächst begrenzt. TSLA eröffnet am Freitag bei 369,04 Dollar, rund 1,82 Prozent über dem Vortag, steht in unserer Aufnahme aber bei 351,94 Dollar. Das sind 2,90 Prozent weniger als am Donnerstag. Der Kurs liegt unter den Durchschnitten der letzten 21, 50 und 200 Handelstage.

Am 21. Oktober folgen die Quartalszahlen. Bekannt sind bisher 486.532 ausgelieferte Fahrzeuge und 13,7 Gigawattstunden ausgelieferte Energiespeicher. Interessant wird, was davon nach Kosten und Investitionen übrig bleibt. Ein spektakuläres neues Auto beantwortet diese Frage nicht.

Tesla: Auftakt im Plus, danach unter dem Vortag
Tesla: Auftakt im Plus, danach unter dem Vortag
13Kandidaten

Was aus den Aktien der letzten Ausgabe wurde

MRNA und MU haben sich seit unserer letzten Beobachtung sehr unterschiedlich entwickelt. Moderna liegt gegenüber dem in Ausgabe 017 verwendeten Schluss vom 8. Oktober noch 8,67 Prozent höher. Micron verliert 13,99 Prozent, Marvell 15,95 Prozent. Der Rückgang am Freitag trifft auch Moderna. Die früheren Beobachtungen verschwinden deshalb nicht aus der Liste.

Der folgende Vergleich beginnt bewusst am 8. Oktober, weil dieser Schlusskurs die Grundlage der damaligen Ausgabe war. Er hat damit einen anderen Startpunkt als der Wochenvergleich der Sektoren. Eine positive Entwicklung seitdem ist weder ein belegter Trade noch ein erzielter Gewinn.

  • Kurs USD
    214,08
    Einordnung
    Kräftiger Rückgang, noch über 21 Tage Linie
    Seit 8. Oktober
    +8,67 %
  • Kurs USD
    64,00
    Einordnung
    Über 21, 50 und 200 Tage Linie
    Seit 8. Oktober
    +2,89 %
  • Kurs USD
    391,58
    Einordnung
    Unter 21 Tage Linie, über 50 Tage Linie
    Seit 8. Oktober
    +0,20 %
  • Kurs USD
    241,01
    Einordnung
    Unter 21 und 50 Tage Linie
    Seit 8. Oktober
    -12,60 %
  • Kurs USD
    186,68
    Einordnung
    Unter 21 Tage Linie, über 50 Tage Linie
    Seit 8. Oktober
    -15,23 %
  • Kurs USD
    225,56
    Einordnung
    Unter 21 und 50 Tage Linie
    Seit 8. Oktober
    -14,24 %
  • Kurs USD
    340,05
    Einordnung
    Unter 21 und 50 Tage Linie
    Seit 8. Oktober
    -14,67 %
  • Kurs USD
    230,86
    Einordnung
    Frühere Zone um 265,79 und 50 Tage Linie unterschritten
    Seit 8. Oktober
    -15,95 %
  • Kurs USD
    890,97
    Einordnung
    Unter 21 und 50 Tage Linie
    Seit 8. Oktober
    -13,99 %
Die Aktien aus Ausgabe 017 im selben Vergleich
Die Aktien aus Ausgabe 017 im selben Vergleich
14Charts

Moderna gibt den jüngsten Anstieg teilweise wieder ab

MRNA erreicht am Donnerstag 242,29 Dollar. Am Freitagnachmittag steht die Aktie bei 214,08 Dollar und damit 9,48 Prozent unter dem Donnerstagsschluss. Aus der Nähe zum Jahreshoch ist innerhalb einer Sitzung ein deutlicher Rücksetzer geworden. Im Wochenvergleich liegt die Aktie nun 4,85 Prozent im Minus.

Die 21 Tage Linie bei 198,74 Dollar und die längeren Durchschnitte liegen noch unter dem Kurs. Das unterscheidet Moderna weiterhin von vielen schwächeren Aktien. Eine enge Konsolidierung ist dieser kräftige Rückgang aber nicht. Das Tagesvolumen ist während der laufenden Sitzung noch unvollständig und wird hier nicht mit einem ganzen Handelstag verglichen.

Ich würde zuerst beobachten, wo der Rückgang aufhört und ob anschließend wieder eine erkennbare Basis entsteht. Die bisherige relative Stärke ist ein Grund, die Aktie weiterzuverfolgen. Sie ist kein Grund, den heutigen Kursverlust kleinzureden.

Moderna: kräftiger Rückgang, noch über SMA 21
Moderna: kräftiger Rückgang, noch über SMA 21
15Charts

Micron fällt unter die 50 Tage Linie

MU steht bei 890,97 Dollar, unter dem Durchschnitt der letzten 21 Handelstage bei 1.032,76 Dollar und unter der 50 Tage Linie bei 983,36 Dollar. In Ausgabe 017 lag der Schluss noch bei 1.035,84 Dollar. Die dort beobachtete Erholung hat sich nicht fortgesetzt.

Die Aktie liegt weiterhin über ihrem SMA 200 bei 717,90 Dollar. Das macht den kurzfristigen Rückgang aber nicht bedeutungslos. Die 200 Tage Linie ist in unserem Ansatz ein erster Trendfilter, keine Garantie für einen guten Einstieg. Bei MRVL ist die frühere Zone um 265,79 Dollar inzwischen ebenfalls unterschritten.

Für beide Aktien wäre zunächst eine neue Stabilisierung nötig. Bei Micron wäre eine Rückkehr über die 50 Tage Linie ein Fortschritt. Solange der Kurs darunter bleibt, passt die frühere Annahme einer unmittelbar fortgesetzten Aufwärtsbewegung nicht mehr zum Chart.

Micron: Rückgang unter SMA 50
Micron: Rückgang unter SMA 50
16Thema

Rocket Lab verschiebt Neutron auf 2027

Am 14. Oktober teilt Rocket Lab mit, dass der erste Neutron Start nun 2027 erwartet wird. RKLB fällt an diesem Tag um 7,85 Prozent auf 59,18 Dollar. Am Freitagnachmittag steht die Aktie bereits bei 51,54 Dollar. Seit dem 9. Oktober summiert sich der Rückgang auf 24,44 Prozent. Der Kurs liegt unter den Durchschnitten der letzten 21, 50 und 200 Handelstage.

Daneben stehen die am 30. September gemeldeten 20 zusätzlichen Electron Missionen für Synspective. Sie sind für 2028 bis 2031 vorgesehen, finanzielle Bedingungen wurden nicht veröffentlicht. Electron und Neutron sind verschiedene Programme. Der Auftragserfolg des einen beseitigt das Entwicklungsrisiko des anderen nicht und ist kein Umsatz des kommenden Quartals.

Bei Neutron interessiert jetzt, wie sich der spätere Start auf Ausgaben, verfügbare Mittel und kommerzielle Missionen auswirkt. Der Chart rechtfertigt derzeit keine Darstellung als starke Wachstumsaktie mit fertigem Einstieg. Eine Rückkehr über den SMA 200 bei 81,26 Dollar wäre eine erste Voraussetzung unseres langfristigen Trendfilters.

Rocket Lab: unter SMA 200 nach Neutron Verschiebung
Rocket Lab: unter SMA 200 nach Neutron Verschiebung
17Thema

Planet bekommt ein konkretes Projekt von der ESA

Planet meldet am 13. Oktober ein Projekt der ESA in Slowenien. Über die Tochter Sinergise soll ein zwölfmonatiger Pilot helfen, Veränderungen am Boden zu erkennen und gezielt hochauflösende Aufnahmen auszulösen. Ein Anwendungsfall ist die Erkennung von Waldbränden.

Das beschreibt einen greifbaren Nutzen von Satellitenbildern. Die Mitteilung nennt aber keinen Auftragswert. Ein Pilot ist noch kein Beleg für ein großes dauerhaftes Geschäft. Interessant wird, ob daraus wiederkehrend bezahlte Anwendungen entstehen.

Die Aktie PL verliert im Wochenvergleich 21,13 Prozent und steht am Freitagnachmittag bei 13,55 Dollar. Sie liegt deutlich unter dem SMA 200 bei 27,19 Dollar. Eine interessante Unternehmensmeldung und ein schwacher Chart können gleichzeitig bestehen. Planet erfüllt unseren Trendfilter deshalb derzeit nicht.

Planet: deutlicher Abstand unter SMA 200
Planet: deutlicher Abstand unter SMA 200
18Thema

AST SpaceMobile muss aus Abdeckung Einnahmen machen

ASTS entwickelt Mobilfunk aus dem All für gewöhnliche Smartphones. Die Zahl gestarteter Satelliten ist dafür nur ein Teil der wirtschaftlichen Rechnung. Nutzbare Abdeckung, Kapazität, Zulassungen und tatsächlich zahlende Kunden bestimmen, ob sich das Netz trägt.

Im Chart gibt es derzeit wenig Unterstützung für eine optimistische Einstiegsthese. ASTS steht bei 41,33 Dollar, verliert am Freitag 7,04 Prozent und im Wochenvergleich 18,91 Prozent. Der SMA 200 verläuft bei 79,97 Dollar.

Der Kursrückgang beweist für sich allein nicht, wer verkauft hat oder ob eine Kapitalmaßnahme bevorsteht. Neue Angaben zu Finanzierung und kommerziellem Betrieb wären relevant. Bis der Kurs wieder eine tragfähige Basis und einen besseren Trend zeigt, bleibt die Aktie eine Unternehmensstudie.

AST SpaceMobile: unter 21, 50 und 200 Tage Linie
AST SpaceMobile: unter 21, 50 und 200 Tage Linie
20Thema

Intuitive Machines liefert auch Satelliten

LUNR ist nicht ausschließlich eine Wette auf Mondmissionen. Am 15. September meldete Intuitive Machines die Übergabe von SXM 11 an SiriusXM nach den Tests im Orbit. Das ist älterer Hintergrund, der zeigt, wie sich das Geschäft durch zusätzliche Aktivitäten verändert hat.

Der Kurs steht am Freitagnachmittag bei 10,88 Dollar und im Wochenvergleich 17,51 Prozent im Minus. Der SMA 200 liegt bei 20,15 Dollar. Die nachgewiesene Satellitenübergabe ändert nichts daran, dass die Aktie unseren langfristigen Trendfilter derzeit nicht erfüllt.

Bei weiteren Berichten interessiert, welche Projekte abgenommen werden, wann Zahlungen eingehen und wie sich der verfügbare Geldbestand entwickelt. Ein wachsender Auftragsbestand allein reicht nicht, wenn gleichzeitig immer mehr Geld für die Umsetzung benötigt wird.

21Thema

Vier Raumfahrtaktien fallen durch den Trendfilter

RKLB, ASTS, PL und LUNR liegen jeweils unter ihrem SMA 200. Für unseren Ansatz sind sie damit keine aktuellen Einstiegskandidaten. SPCX lässt sich noch nicht über 200 Handelstage prüfen und wird getrennt behandelt. Keine dieser fünf Aktien wird hier allein wegen ihres Geschäftsmodells zur Kaufempfehlung.

Die Unterschiede zwischen den Unternehmen bleiben trotzdem wichtig. Ein Electron Auftrag für 2028, ein ESA Pilot und monatliche Mobilfunkeinnahmen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Kasse. Werden neue Aktien ausgegeben, sinkt ohne weitere Käufe der Anteil bestehender Aktionäre. Kredite vermeiden diese unmittelbare Verwässerung, bringen aber Zinskosten und Rückzahlungspflichten mit sich.

Für die nächste Prüfung gehören deshalb verfügbare Mittel, laufender Geldverbrauch und vertragliche Zahlungen zusammen. Erst danach lohnt die Frage, ob sich im Chart wieder ein Einstieg mit nachvollziehbarem Risiko entwickelt.

  • Kurs USD
    51,54
    Trendfilter
    Unter SMA 200
    Seit 9. Oktober
    -24,44 %
  • Kurs USD
    41,33
    Trendfilter
    Unter SMA 200
    Seit 9. Oktober
    -18,91 %
  • Kurs USD
    13,55
    Trendfilter
    Unter SMA 200
    Seit 9. Oktober
    -21,13 %
  • Kurs USD
    10,88
    Trendfilter
    Unter SMA 200
    Seit 9. Oktober
    -17,51 %
  • Kurs USD
    145,27
    Trendfilter
    Noch keine 200 Handelstage, unter SMA 50
    Seit 9. Oktober
    -10,64 %
22Thema

Bitcoin fällt unter seinen 50 Tage Durchschnitt

Bitcoin steht in der Freitagsaufnahme auf Binance bei 80.972,75 USDT. Das sind 2,01 Prozent weniger als beim UTC Tagesschluss vom 9. Oktober. Ethereum liegt bei 2.401,11 USDT und verliert 3,48 Prozent. Beide Freitagssitzungen laufen noch. USDT ist die Notierungswährung dieser Handelspaare, nicht ein amerikanischer Börsenschluss in Dollar.

Bitcoin liegt damit knapp unter seinem 50 Tage Durchschnitt von 81.272 USDT und unter dem 21 Tage Durchschnitt bei 83.623 USDT. Ethereum steht ebenfalls unter beiden Linien. Die am Mittwoch noch gehaltene 50 Tage Linie ist bei Bitcoin inzwischen unterschritten. Ob das bis zum Tagesschluss so bleibt, ist noch offen.

Auch die börsennotierten Kryptoaktien ziehen nicht gemeinsam nach oben. COIN verliert im Wochenvergleich 2,24 Prozent und steht mit 175,38 Dollar unter seinem SMA 200 bei 182,33 Dollar. MSTR verliert 11,25 Prozent und liegt mit 136,98 Dollar nur noch knapp über seinem SMA 200 bei 135,61 Dollar. Ein höherer Bitcoin Kurs wäre deshalb kein ausreichender Grund, jede Kryptoaktie gleich zu behandeln.

23Thema

Gold schützt nicht in jeder einzelnen Woche

Vom Schluss am 9. Oktober bis zur Freitagsaufnahme verliert der Gold ETF GLD 0,83 Prozent. Beim Silber ETF SLV sind es 5,81 Prozent. Der ETF TLT für langlaufende US Staatsanleihen steigt dagegen um 2,52 Prozent. Das sind Bewegungen der jeweiligen Fondsanteile, keine identischen Abbildungen der Spotpreise und keine Gesamtrenditen einschließlich Ausschüttungen.

Wer wegen Inflation in Sachwerte investiert, muss solche Unterschiede aushalten können. Gold zahlt keine laufenden Zinsen. Silber hat zusätzlich eine erhebliche industrielle Nachfrage. Bitcoin kann in angespannten Phasen zusammen mit riskanteren Anlagen verkauft werden. Keines dieser drei Assets garantiert einen Ausgleich für jeden Anstieg der Lebenshaltungskosten.

Sinnvoller als eine pauschale Absicherungsbehauptung ist die Frage, welche Risiken bereits im eigenen Depot stecken. Liquidität für kurzfristige Ausgaben, ein langfristiger Anlagehorizont und begrenzte Einzelpositionen lösen andere Probleme als die Suche nach der nächsten starken Aktie.

24Ausblick

Nächste Woche zählen Umsatz und Margen

Netflix legt am Dienstag, den 20. Oktober, nach dem amerikanischen Börsenschluss Zahlen vor. Interessant ist, ob das Umsatzwachstum mit der Profitabilität mithält. Am Mittwoch folgen Tesla und IBM. Tesla hat für das dritte Quartal bereits 486.532 ausgelieferte Fahrzeuge und 13,7 Gigawattstunden ausgelieferte Energiespeicher gemeldet. Erst die Ergebnisse zeigen, was davon als Gewinn und freier Mittelzufluss übrig bleibt.

IBM liefert einen weiteren Blick auf Software und Unternehmensausgaben. Bei allen drei Berichten lohnt es sich, Unternehmensausblick und anschließende Kursentwicklung getrennt zu prüfen. Mehrere Aktien haben diese Woche trotz guter Zahlen ihre anfänglichen Kursgewinne wieder abgegeben.

Am Freitag, den 23. Oktober, steht der vorläufige Einkaufsmanagerindex für Deutschland an. Die Befragung gibt einen frühen Hinweis auf die Geschäftsentwicklung im Oktober. Nach dem Energiepreisanstieg interessieren besonders neue Aufträge und die Preisangaben der Unternehmen.

Für die Aktienbeobachtung bleiben zwei Fragen offen. Findet MRNA nach dem kräftigen Freitagsrückgang wieder Käufer? Und können MU sowie MRVL die verlorenen Kursbereiche zurückgewinnen? Bei Raumfahrt achten wir auf neue Finanzierungsangaben und messbare Fortschritte bei den Projekten. Eine spannende Branche ist noch kein Grund, einen beschädigten Chart zu übergehen.

  • NFLX Quartalsbericht
    Datum
    Di, 20.10.
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    Umsatz, Marge und Ausblick
    Zeit MESZ
    Nach US Börsenschluss, ab etwa 22:01
  • TSLA Quartalsbericht
    Datum
    Mi, 21.10.
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    Profitabilität der Auslieferungen und freier Mittelzufluss
    Zeit MESZ
    Nach US Börsenschluss, Telefonkonferenz 23:30
  • IBM Quartalsbericht
    Datum
    Mi, 21.10.
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    Softwarewachstum und Ausgaben der Unternehmenskunden
    Zeit MESZ
    Telefonkonferenz 23:00
  • Deutschland: vorläufiger Einkaufsmanagerindex
    Datum
    Fr, 23.10.
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    Aufträge, Geschäftsentwicklung und Preise
    Zeit MESZ
    09:30